Zurück zur Auswahl

Johann August Tischner

1820, St. Petersburg

Hammerflügel

Johann August Tischner (1772-1854) kam wahrscheinlich wie viele Klavierbauer (Hemsch, Zumpe, Buntebart, Érard, Pape) ursprünglich aus Deutschland und ist in St. Petersburg  ab 1818 nachweisbar. Insbesondere Tischners Hammerflügel zeichnen sich durch eine durch eine außergewöhnliche Klangfülle und eine präzise Mechanik aus. Die Instrumente von Tischner waren in der russischen Aristokratie sowie bei Musikern und Komponisten sehr gefragt. Besonders hervorzuheben ist seine Fähigkeit, Instrumente mit einem klaren, brillanten Klang und einer ausgeprägten Dynamik zu schaffen. Seine Klaviere besaßen eine besonders gute Ansprache, die es den Pianisten ermöglichte, feinste Nuancen und subtile Ausdrucksvariationen zu spielen. In St. Petersburg, das zu dieser Zeit ein kulturelles Zentrum war, fanden Tischners Instrumente großen Anklang. Es wird berichtet, dass sein Werkstattbetrieb hoch geschätzt wurde, da er es verstand, westliche Klavierbau-Techniken mit den spezifischen Anforderungen und Wünschen seiner russischen Klienten zu kombinieren.

Die Flügel orientiert sich an englischen Vorbildern wie Broadwood und Stoddart. Er wurde 1820 in St. Petersburg gekauft und 2024 durch die Bechstein-Stiftung erworben.

Details

Länge:
235 cm
Breite:
116 cm
Höhe:
94 cm

Bautechnische Besonderheiten:
geradebesaitet
Umfang der Klaviatur:
F1 – f4
Rahmen:
Holzrahmen
Pedale:

3 Pedale:
links: Verschiebung
rechts: 2 Dämpfer

Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz
Signatur:
A. Tischner St. Petersbourg

Restaurierungsgeschichte:
  • 2024-2025 Restaurierung durch Bart Houtgraaf

Bilder