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Ferdinand Hofmann

1790 (ca.), Wien

Hammerflügel

Ferdinand Hofmann (1756–1829), in Wien im selben Jahr wie W. A. Mozart geboren gründete mit 28 Jahren eine Klaviermanufaktur, die mit 8 Handwerkern im Stande war pro Woche ein Instrument herzustellen. Um 1790 war er einer der führenden Hersteller von Klavieren in Wien, einer Stadt, die zu dieser Zeit ein Zentrum der Musik und des Klavierbaus war. Hofmanns Instrumente zeichneten sich durch eine präzise Handwerkskunst und eine außergewöhnliche Klangqualität aus, die über ein Klangspektrum von warmen, melodischen bis hin zu kräftigeren, resonanten Tönen verfügten.

Nahezu 40 Jahre lang stellte Hofmann Klavierinstrumente her und war in seiner Zunft hoch angesehen. 1812 erhielt er den Titel eines k&k Hoflieferanten. Die Klaviere von Ferdinand Hofmann wurden nicht nur in Wien geschätzt, sondern fanden auch über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung. Sie gehörten zu den Instrumenten, die die Übergangszeit vom Barockklavier zum modernen Hammerflügel prägten und die Entwicklung der Klaviermusik im frühen 19. Jahrhundert beeinflussten. Bei ihm lernt Brodmann sein Handwerk, die Linie setzt sich weiter fort mit Ignaz Bösendorfer.

Ein zu unserem Instrument identisches Modell befindet sich im New Yorker Metropolitan Museum (Metropolitan Museum New York, Accession Number: 1984.34).

Details

Länge:
214 cm
Breite:
100 cm
Höhe:
87 cm

Bautechnische Besonderheiten:
geradebesaitet
Mechanik:
Prellzungenmechanik
Umfang der Klaviatur:
F1 – g3
Rahmen:
Holzrahmen
Pedale:

Kniehebelpedal: Dämpfer

Gehäusematerial:
Massiver Kirsch – und Nadelholzkorpus auf konischen Vierkantbeinen
Tastenmaterial:
Untertasten Ebenholz, Obertasten Knochen
Signatur:
Ferdinand Hofmann Clavier Instrumentenmacher in Wien

Restaurierungsgeschichte:
  • 2022-2023 restauriert von Edwin Beunk

Bilder

Video