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Muzio Clementi

1810 (ca.), London

Klavier

Muzio Clementi (1752 in Rom geboren, 1832 in London gestorben) wurde in England als „The Father of the Fortepiano“ gefeiert. Er war Klaviervirtuose (ein „Wettstreit“ mit Mozart 1781 ist in Wien dokumentiert), Komponist, Klavierpädagoge (u.a. Lehrer von John Field), Verleger (u.a. Beethovens Verleger in England) und eben auch Klavierbauer. 1798 wurde die berühmte Klavierbaufirma „Longman & Broderip“ in Clementi & Comp. umbenannt. Unter Clementis Leitung baute das Unternehmen nicht nur Klaviere, sondern auch Gitarren und andere Musikinstrumente.

Das vorliegende Modell ist ein Cottage-Klavier, solche Bauformen sind vielfach erfunden worden – z.B. auch die Lyra-Klaviere und Giraffen-Klaviere. Es ging dabei immer um platzsparende Instrumente. Das Instrument befand zunächst in der Sammlung Colt und ist wahrscheinlich eines von nur zwei erhaltenen Clementi-Klavieren dieses Typus. Ursprünglich verfügte es über zwei paar Kerzenhalter zwei verdeckte Kerzenhalter auf hölzernen Zapfen sind noch im Inneren  des Instruments erhalten. Colt ersetzte die plissierte Seide durch eine schlichte cremefarbene Seidenbespannung.

Details

Länge:
52 cm
Breite:
109 cm
Höhe:
136 cm

Bautechnische Besonderheiten:
Intarsien aus Ebenholz, geschwungenes Fallbrett mit Querbändern aus Palisander. Innen mit Satinholz furniert. Die gedrechselten und geriffelten Beine mit vergoldeten Metallkragen sind typisch für Clementi-Klaviere dieser Zeit
Mechanik:
Englische „Sticker-Action“, intakt
Umfang der Klaviatur:
F1 – c4
Pedale:

2 Pedale:
– links: Verschiebung
– rechts: Dämpfer

Gehäusematerial:
Mahagoni im „Early-Regency“-Stil
Signatur:
CLEMENTI & CO LONDON
Fabrikationsnummer:
114 und 1156

Restaurierungsgeschichte:
  • Im Laufe des letzten Jahrhunderts Restaurierung, beauftragt durch ehemaligem Eigentümer Charles F. Colt, Kent (UK)

Bilder