Zurück zur Auswahl

Theodor Stöcker

1863 (ca.), Berlin

Flügel

Theodor Stöcker (1806–1874) war ein deutscher Klavierbauer, der im mittleren 19. Jahrhundert für die hohe Qualität seiner Instrumente bekannt war. Ab 1830 etablierte sich Stöcker in der Klavierbaustadt Wien und wurde rasch zu einem angesehenen Handwerksmeister.

In den 1850/60er Jahren setzte er wichtige Akzente in der Weiterentwicklung des Wiener Hammerflügels und legte gleichzeitig mit innovativen technischen Lösungen die Grundlage für die späteren Entwicklungen im Klavierbau. Stöcker war bekannt für die präzise Mechanik und den klaren, vollen Klang seiner Flügel. Er legte großen Wert auf die Auswahl der Materialien und die fein abgestimmte Konstruktion des Rahmens, um eine optimale Klangresonanz zu erzielen.

Um 1860 führte Stöcker Verbesserungen an der Mechanik und der Dämpfungstechnik ein, die seinen Flügeln eine besonders schnelle Reaktionszeit und eine größere Ausdruckskraft verlieh, die dynamischen Möglichkeiten reichten von sanften, zarten Tönen bis zu kräftigen Klängen, die besonders in größeren Sälen hervorragend zur Geltung kamen. Seine Flügel wurden von bedeutenden Musikern geschätzt, fanden sich in renommierten Konzertsälen sowie im privaten Gebrauch.

Details

Länge:
225 cm
Breite:
137 cm

Bautechnische Besonderheiten:
Stimmwirbel unter den Tasten
Mechanik:
oberschlägige „Stöcker-Mechanik“
Umfang der Klaviatur:
A2 – a4, 1-chörig mit messingumsponnenen Saiten (A2-Cis1), 2-chörig mit messingumsponnenen Saiten (D1 -G1), 3-chörig mit messingumsponnenen Saiten (Gis1 – D), 3-chörig Stahlsaiten (Dis-a4), Dämpfer bis d3
Rahmen:
Anhängeplatte mit Eisenstangen
Pedale:

zwei Pedale:
– links: Verschiebung
– rechts: Dämpfer

Gehäusematerial:
Palisander
Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz
Signatur:
Th. Stöcker, Berlin
Fabrikationsnummer:
783

Restaurierungsgeschichte:
  • Instrument ist in seinem Originalzustand.

Bilder