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C. Bechstein

1862, Berlin

Flügel Nr. 766

Bechstein Konzertflügel wurden schnell zu einem bevorzugten Instrument für professionelle Pianisten und in Konzertsälen weltweit, da sie über eine exzellente Klangqualität verfügten: Die Instrumente waren besonders für ihre enorme Klangfülle, ihre Klangfarbenreichtum und ihre vielfältige Dynamik bekannt.

Bechstein legte großen Wert auf die Verbesserung der Mechanik, insbesondere der Hammermechanik und der Dämpfung, was zu einer schnelleren, präziseren Reaktion der Tasten und einer verbesserten Klangsteuerung führte. Der Klang des Bechstein Konzertflügels war voll, brillant und dennoch differenziert, mit einer ausgewogenen Verteilung der Töne über das gesamte Klangspektrum. Besonders die Höhen wurden als klar und strahlend empfunden, während die tiefen Töne warm und resonant waren. Dies illustrieren auch Zitate von Musikvirtuosen wie das folgende:

„Ihr Flügel hat famos geklungen, hell, deutlich, voll. Alles ist sich darüber einig, dass man solche Pianos in München noch nicht gehört. Ich hoffe, dass auch die Augsburger [Musikzeitung] davon reden wird – Steinweg kann diesmal niemanden gegen Sie bestechen“. (Hans von Bülow)

Details

Länge:
248 cm
Breite:
139 cm
Höhe:
95 cm

Bautechnische Besonderheiten:
geradebesaitet
Mechanik:
Gelenkwerk mit Stoßfangzunge, Herrburger-Schwander-Mechanik (hängende Stoßfangzunge)
Umfang der Klaviatur:
A – a4, 1-chörig mit kupferumsponnenen Saiten (A2-F1), 2-chörig mit kupferumsponnenen Saiten (Fis1-C), 3-chörig mit Stahlsaiten (Cis-a4), Dämpfer bis d3
Rahmen:
geschmiedeter Rahmen mit 5 eisernen Spreizen
Pedale:

2 Pedale:
– links: Verschiebung
– rechts: Dämpfer

Gehäusematerial:
Rio-Palisander, Seidenglanz Schellack gebürstet
Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz
Signatur:
C. Bechstein, Hof-Lieferant Sr. Majestät d. Königs
Fabrikationsnummer:
766

Restaurierungsgeschichte:
  • 1983 von der Firma Schimmel, Braunschweig, erworben und dort von Matthias König restauriert. Dann in Privatbesitz von Gerhard Schwichtenberg. Nach dessen Tod wurde das Instrument an die Carl Bechstein Stiftung gespendet.
  • 2020 umfassend restauriert von Gert Hecher in Wien

Bilder