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Henri Pape

1835, Paris

Piano console

Henri Pape zählt zu den innovativsten Klavierbauern im Paris der beginnenden Romantik.

Er hieß ursprünglich Johann Heinrich Pape und wurde 1789 in Sarstedt in der Nähe von Hannover geboren und starb 1875 in Paris. Seit 1811 arbeitete er in Paris und war hier schnell einer der namhaften Handwerker. Unter zahlreichen seinen Erfindungen ist wohl die Umstellung vom Tastenbelag Leder auf Filz die wichtigste, denn sie schuf den bis heute gültigen Klavier-Klang.

Pape entwickelte zahlreiche Versuche für aufrecht stehende Klaviere, davon ist hier einer zu sehen. In der Form ähnelt er den schon 20 Jahre zuvor gebauten Lyra-Flügeln und Giraffen-Flügeln. Alle diese Experimente waren der Grundidee der Platzersparnis verpflichtet, viele Klavierbauer wie Wornum in London, Mathias Müller in Wien, Pape und Érard in Paris, Bechstein (der übrigens eine Zeitlang bei Pape gelernt hat) in Berlin erbauten Prototypen. Interessant ist hier, daß Pape eine Wiener Mechanik verwendet und nicht die englische-französische.

Details

Länge:
129 cm
Breite:
53 cm
Höhe:
99 cm

Mechanik:
Hängende Wiener Mechanik
Umfang der Klaviatur:
C1 – f4
Pedale:

Zwei Pedale:

– links: Moderator
– rechts: Dämpfer

Gehäusematerial:
Palisander furniert und poliert
Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz
Signatur:
Pape Paris Londres

Restaurierungsgeschichte:
  • 2002 restauriert von Gerd Sühring, Aukrug

 

Bilder