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Johann Andreas Stein

1782, Augsburg

Hammerflügel

Johann Andreas Stein (1728–1792) war ein führender Klavierbauer der späten Rokoko- und frühen Klassikzeit und gilt als einer der bedeutendsten Pioniere des Hammerflügels. Ab den 1760er Jahren in Augsburg tätig, entwickelte er eine innovativen Bauweise für seine Instrumente, die den Hammerflügel revolutionierte: Stein verbesserte die Mechanik, insbesondere durch die Einführung des sogenannten „Streichmechanismus“, der die Dämpfung minimierte und eine feinere, differenziertere Klangansprache durch eine präzisere und empfindlichere Ansprache der Saiten ermöglichte.

Steins Hammerflügel zeichnete sich durch einen klaren, ausgewogenen Klang aus, der besonders in den höheren und mittleren Tonlagen transparent und durchsetzungsfähig war. Die Instrumente besaßen eine bemerkenswerte Reaktionsschnelligkeit und eine dynamische Breite, die von zarten, lyrischen Tönen bis zu kräftigen, volleren Klängen reichte.

Komponisten wie Mozart und Haydn schätzten ihn und bewunderten die herausragende Qualität seiner Instrumente. Seine technischen Neuerungen beeinflussten nicht nur den Klavierbau seiner Zeit, sondern legten auch den Grundstein für die Weiterentwicklung des Hammerflügels im 19. Jahrhundert, der später zu den modernen Klavieren führte.

Details

Länge:
216 cm
Breite:
96.5 cm
Höhe:
22.5 cm

Bautechnische Besonderheiten:
4-beinig
Mechanik:
Der ursprüngliche Mechanik verfügt über Kapseln, die mit einem Eisenstift an den Tasten befestigt sind. Unter den Tasten befinden sich Messingfedern, damit diese beim Spielen schneller zurückfedern.
Umfang der Klaviatur:
F1 – f3
Rahmen:
Holzrahmen
Pedale:

2 Kniehebel für die Dämpfung

Gehäusematerial:
Walnussfurnier
Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz

Restaurierungsgeschichte:
  • 2023 Restauriert und überarbeitet von Edwin Beunk

Bilder