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C. Schroeder

1850 (ca.), Berlin

Physarmonika

Christian Friedrich Schröder (1805–1863) war ein bedeutender Klavierbauer in Berlin zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Er setzte auf eine sorgfältige Auswahl der Materialien und eine exakte Verarbeitung, wodurch seine Instrumente eine ausgezeichnete Spielbarkeit und Langlebigkeit erlangten. Besonders hervorzuheben ist seine innovative Weiterentwicklung der Mechanik, die eine schnellere und empfindlichere Ansprache der Tasten ermöglichte, was den Musizierenden mehr Ausdrucksmöglichkeiten bot.

Die Physharmonika ist eine Tastenharmonika und gilt als Vorläuferin des Harmoniums, der Harmonika und des Pianoakkordeons. Ein solches Instrument wurde bereits im Jahr 1818 von Anton Haeckl in Wien gebaut. Zwei der Instrumente, die im Jahr 1825 gebaut wurden, befinden sich im Technischen Museum Wien. Andere Instrumentenbauer in Wien bauten ähnliche Instrumente. Eine kurze Beschreibung aus dem Jahr 1840 findet sich in August Gathys Musikalischem Conversations-Lexikon. Die Bezeichnung „Harmonium“ wurde erst viel später üblich.

Details

Länge:
66 cm
Breite:
77 cm

Mechanik:
Säulenharmonikum, ein Register
Umfang der Klaviatur:
F – h2
Gehäusematerial:
Mahagoni
Tastenmaterial:
Untertasten Elfenbein, Obertasten Ebenholz
Signatur:
C. Schroeder, Berlin

Restaurierungsgeschichte:
  • 2001 von Günter Klatt in Berlin erworben und von Andreas Hermert restauriert

Bilder