Historische Instrumente Grid

Bei Christoph Friedrich Schmahl, handelt es sich um den Cousin von Johann Matthäus Schmahl (1734-1793) aus Ulm, welcher mit seinem Schwiegervater Franz Jacob Späth (1714-1786) in Ulm unter dem Namen „Späth & Schmahl“ die berühmten Tangentenflügel gebaut hat. Johann Matthäus Schmahl werden zudem auch die Hammerklaviere in Form einer liegenden Harfe zugeschrieben.
Das Clavichord, das Schmahl in dieser Zeit anfertigte, war für seine feine und präzise Mechanik sowie für seinen zarten, intimen Klang berühmt. Im Vergleich zum lauten Hammerflügel oder Cembalo bot das Clavichord eine besonders feine und differenzierte Ausdruckskraft. Der Klang des Instruments war leiser, aber besonders für seine subtilen Nuancen und die Möglichkeit zur sogenannten „Bewegung des Tones“ – einer Art von Lautstärkekontrolle durch das Drücken der Tasten – geschätzt. Um 1800 waren Clavichorde zwar weniger populär als die neueren Hammerflügel, fanden aber weiterhin großen Anklang bei Komponisten und Musikern, die ein eher intimes, kammermusikalisches Spiel bevorzugten.
Schmahl, prägte mit seinen Clavichorden das Instrumentenangebot in einer Übergangszeit, als der Hammerflügel allmählich die Bühne übernahm, aber das Clavichord noch seine Bedeutung als das bevorzugte Komponier- und Übungsinstrument behielt. Seine Instrumente werden als hervorragende Beispiele für das Handwerk der Zeit geschätzt und spiegeln den Übergang von der Clavichord-Technik zur Entwicklung des moderneren Tasteninstrumentenbaus wider.
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