Historische Instrumente Grid

Berlin 1853. Ein 27-jähriger Instrumentenbauer namens Friedrich Wilhelm Carl Bechstein aus Gotha, Neffe des thüringischen Schriftstellers, Märchensammlers und Sagenforschers Ludwig Bechstein, beschließt, das “Märchen seines Lebens” Realität werden zu lassen. Oder soll man sagen: die Vision? Er gründet seine eigene Werkstatt. Schon bald finden seine Flügel große Anerkennung bei den Pianisten wie Theodor Kullak, einem Schüler von Carl Czerny oder Hans von Bülow, einem Liszt-Schüler, der dann am 22.Januar 1857 die erste große pianistische Vorführung mit der Uraufführung der h-Moll-Sonate von Franz Liszt vollbringt: auf einem Flügel von Carl Bechstein.
Unser hier ausgestellter Bechstein-Flügel von 1859 kommt diesem Instrument sehr nahe. Die Fabrikationsnummer 124 ist nicht unbedingt zuverlässig, es kann sein, daß schon der zweite Flügel von Bechstein mit der Nummer 100 ausgestattet wurde, um eine größere Serienreife anzuzeigen.
Details
zwei Pedale:
– links: Verschiebung
– rechts: Dämpfer
- 2021-2022 umfassend restauriert von Markus Fischinger, Berlin










