Historische Instrumente Grid

Obwohl weniger bekannt als Stein, Streicher oder Walter, gilt Joseph Brodmann (1763-1848) als einer der besten Wiener Klavierbauer. Im Vergleich zu anderen Klavieren seiner Zeit, wie etwa den Instrumenten von Conrad Graf oder Streicher, war Brodmanns Klang etwas sanfter und ausgewogener, mit einer besonders feinen Balance zwischen den höheren und den tiefen Tönen. Während die tiefen Töne warm und voll klangen, boten die hohen Töne eine gewisse Klarheit und Brillanz, die typisch für den Wiener Klavierklang jener Zeit war. Diese ausgewogene Klangqualität machte Brodmanns Instrumente besonders beliebt bei Komponisten und Musikern der Wiener Klassik, darunter auch Beethoven.
Brodmann verwendete edle Hölzer und gestaltete seine Instrumente nicht nur klanglich, sondern auch optisch ansprechend, häufig mit feinen Furnieren und dekorativen Intarsien versehen. Seine Instrumente zeichnete sich durch eine robuste, aber dennoch filigrane Bauweise aus, was den Instrumenten eine außergewöhnliche Resonanz verlieh. Die prächtige Ausstattung dieses Hammerflügels entspricht dem zeitgenössischen Empirestil. Ein stilistisch ähnlicher Pedalflügel von Brodmann wurde 1813 von Carl Maria von Weber gekauft und befindet sich heute in der Sammlung des kunsthistorischen Museums Wien.
Details
zwei Kniehebelpedale:
– links: Dämpfer
– rechts: Moderator
- 2017 restauriert von Ugo und Claudio Castiglia, Palermo, Italien












