Historische Instrumente Grid

Mathias Müller (1770-1844) ist einer der bedeutendsten Klavierbauer im Wien des beginnenden 19. Jahrhunderts. Er stammte aus Frankfurt und starb in Wien.
In einer Zeit, in der Wien das Zentrum der Musik und des Klavierbaus war, etablierte sich Müller mit seinen Hammerflügeln als angesehener Hersteller und trat durch eine Vielzahl an Erfindungen hervor: Er verbesserte die Wiener Mechanik durch Verfeinerungen des Hammermechanismus und der Konstruktion von stabileren Rahmen, die eine bessere Klangresonanz ermöglichten und seine Instrumente zeichneten sich durch eine präzise Mechanik und einen klaren, resonanten Klang aus, der sowohl feine Nuancen als auch kräftige Töne ermöglichte.
Darüber hinaus baute Müller als einer der ersten ein aufrechtes Klavier und hatte ein sehr hohes handwerkliches Niveau bei all seinen Instrumenten. Ein im Stil ganz anderes Exemplar von 1836 steht in der Heinrich-Pape-Sammlung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, ebenfalls von Edwin Beunk restauriert. Der Berliner Flügel ist wunderbar mit Bronzen verziert, seine vier Pedale lassen viele „Veränderungen“ zu. Ein ganz feiner, ausgeglichener Klang macht ihn zu einem wirklich bedeutenden Instrument.
Details
Pedalsteg mit vier Pedalen:
– una corda
– Fagott
– Moderator
– Dämpfer
- 2006 umfassend restauriert von Edwin Beunk, Enschede














