Historische Instrumente Grid

Joseph Brodmann (1763 – 1848) wurde in Preussen geboren und lebte ab 1783 in Wien. Er lernte sein Handwerk bei Ferdinand Hofmann als er 1783 nach Wien kam und war seinerseits der Lehrherr für einen der wichtigsten Namen in Wien: Ignaz Bösendorfer.
Brodmann hatte seine Werkstatt in Wien, einer der musikalischen Hochburgen Europas, und gehörte zu den Klavierbauern, die den Übergang vom Cembalo- und Spinettbau zum modernen Hammerflügel maßgeblich mitgestalteten. In einer Ära, in der der Wiener Hammerflügel sich zunehmend etablierte, entwickelte Brodmann eine eigene Linie von Flügeln und Klavieren, die durch ihre feine Ansprache und einen vollen, resonanten Klang auffielen. Besonders hervorzuheben ist die Konstruktion seines Hammermechanismus.
Brodmann setzte auf einen fein abgestimmten Mechanismus, der eine präzise und gleichmäßige Anschlagsreaktion ermöglichte. Dies machte seine Instrumente besonders gut für das expressivere, nuancenreiche Spiel geeignet, das gerade in der Wiener Klassik von großer Bedeutung war. Seine Klaviere und Flügel wurden in Wien sehr geschätzt und fanden ihren Platz sowohl in Privathaushalten als auch in Konzertsälen.
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Zwei Kniehebel steuern Dämpfungsaufhebung und Moderator
- 2020-2022 umfassend restauriert von Robert Brown, Salzburg, und Karsten Skwierawski, Gera










