Historische Instrumente Grid

Ein frühes (ca. 1580-1620) zweimanualiges Cembalo aus Süddeutschland, stellvertretend für die vielen unbekannten Cembalobauer dieser Zeit. Die Vielfalt der Cembalobauer in Europa ist mindestens so groß und bunt wie die der späteren Klavierbauer. Die Entscheidung über die Anzahl der Manuale (eins oder zwei), die Anzahl und Färbung der Register, die Charakteristik (dunkler bei der Niederländern, hell und sprühend in Italien, brillant in England, eine Mischung aus allem in Deutschland): all dies bringt eine unüberschaubare Menge an individuellen Bauformen und Klängen zustande.
Details
1620 umgebaut in ein Transponiercembalo flämischer Art (Rosette aus dieser Zeit vorhanden), später zurückrestauriert mit gleich lautenden Manualen
1920 zu einem sogenannten „Bach-Flügel“ umgebaut (16’8’8’4′), danach als „Kriegsverlust“ deklariert, in den 1980er Jahren in Privatbesitz wieder aufgetaucht und zurückrestauriert auf 2 x 8′
1994 durch die Stiftung Lebensfarben aus Privatbesitz erworben
1996 von Peter Zehmisch, Hamburg und Gerd Sühring, Aukrug restauriert
2021 Erneuerung der Besaitung durch Georg Ott, Kirchensittenbach










