Historische Instrumente Grid

Der Gründer und Familienpatriarch, Heinrich Engelhardt Steinweg (später Henry Engelhard Steinway) (geboren Wolfshagen im Harz, 22. Februar 1797, gestorben New York, 7. Februar 1871), war der Sohn eines Dorfköhlers. Heinrich begann in seinem Elternhaus im niedersächsischen Seesen mit dem Bau und wahrscheinlich auch der Reparatur von Instrumenten. Im Jahr 1839 soll Steinweg drei seiner Klaviere auf der Braunschweiger Messe ausgestellt haben.
Heinrichs fünf Söhne Christian Friedrich Theodor, Christian Carl Gottlieb, Heinrich, Wilhelm und Albert waren von Anfang an Mitglieder des Familienunternehmens und lernten die Details des Klavierbaus vermutlich von ihrem Vater. 1853 wanderte Vater Steinweg mit vier Söhnen nach New York aus und firmierte hier unter dem Namen Steinway & Sons.
In der Zwischenzeit blieb der Sohn Theodor in Deutschland aktiv. Obwohl er sich in den frühen 1850er Jahren auf das Stimmen und Reparieren konzentrierte, begann er 1855 in Wolfenbüttel mit der Herstellung von Klavieren. Im Jahr 1860 verlegte er seine Fabrik nach Braunschweig. Die Betriebe in New York und Braunschweig blieben kooperativ und freundschaftlich verbunden. Theodor hatte 1856 Georg Friedrich Karl Grotrian als erfolglosen Teilhaber aufgenommen. Nachdem auch Theodor Steinweg nach New York auswanderte, war es Franz Wilhelm Grotrian, der zusammen mit zwei weiteren Arbeitern, Adolf Helfferich und D. Wilhelm Schulz, als Grotrian, Helfferich, Schulz Th. Steinweg Nachf. schließlich die Rechte für den Bau von Steinweg-Klavieren in der Fabrik in Wolfenbüttel/Braunschweig, erhielt. Sowohl Franz Wilhelm Grotrian jun. (1868-1931) als auch sein Bruder Kurt (1870-1929) brachten ihrer Fabrik weiterhin internationale Anerkennung. Die Familie Grotrian änderte schließlich ihren Namen in Grotrian-Steinweg.
Details
Lyra mit zwei Pedalen:
– links: Verschiebung
– rechts: Dämpfer
- 2020-2021 Restaurierung durch Gert Hecher, Wien










