Historische Instrumente Grid

Es handelt sich um eines jener legendären frühen Tafelklaviere welche durch die Gebrüder Wagner in Dresden bekannt wurden, ihre Wurzeln allerdings wohl im Umfeld von Gottfried Silbermann haben. Die Klang -und Spieleigenschaften des Clavecin Royal sind aufgrund der sehr exakten und aufwendigen Bauweise einzigartig. Markant sind die beim diesen Instrumenten üblichen seidenbespannten Abdeckungen des Instrumenten-Inneren.
Die Besonderheit des Clavecin Royal besteht darin, dass durch Tastendruck unbelederte keilförmige Holzhämmerchen gegen die Saiten geschleudert werden. Die Stoßmechanik verfügt über eine Auslösung und steht in ihrer ausgereiften Bauweise mit Unterdämpfung in einer Reihe mit den Mechaniken von Gottfried Silbermann und Christian Ernst Friederici (siehe auch Friederici Pyramidenflügel im Goethehaus Frankfurt).
Der durch den Anschlag der unbelederten Hämmer entstehende Ton hat einen cembaloartigen Klang, verfügt aber mit seinem perkussiven Charakter auch über beeidruckendes dynamisches Potential, das noch durch einen Harfenzug ergänzt wird. Clavecin Royal sind äußerst selten, nur wenige Originalinstrumente sind erhalten geblieben u.a. im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und im Bachhaus Eisenach.
Details
Handzug am Klaviaturrahmen: Dämpfungsaufhebung
Kniehebel: Harfenzug
- Restauriert bis 2024 in der Werkstatt von Georg Ott


