Klaviere für Grundschulen

Die Carl Bechstein Stiftung stellt Grundschulen kostenlos Klaviere zur Verfügung, damit Kinder frühzeitig mit dem Klavierspiel beginnen können. Bevorzugt werden Ganzstagsschulen, da die Schüler dort - zumeist in Zusammenarbeit mit Musikschulen - nachmittags  Klavierunterricht erhalten und auch üben können.

Warum Grundschulen?

Das erste Klavier wurde in Neukölln ausgeliefert.

Das Projekt der Carl Bechstein Stiftung richtet sich besonders an Grundschulen, da die Stifter den Kindern das Klavierspielen möglichst frühzeitig ermöglichen möchten und viele Klavierpädagogen den optimalen Zeitpunkt für den Start des Klavierunterrichts auf fünf bis sechs Jahre festmachen. Da die Carl Bechstein Stiftung in Berlin gegründet wurde, gab es hier auch die ersten Kooperationen. In Berlin besuchen Kinder in der Regel ab dem fünften Lebensjahr die Schule und bleiben dort oft auch bis zum Ende des sechsten Schuljahres - also eine deutlich längere Zeit als in vielen anderen Bundesländern. Von Berlin aus hat die Carl Bechstein Stiftung 2014 ihr Projekt auch auf andere Bundesländer übertragen.

Warum Ganztagsschulen?

Ein Klavier wird gebracht.

Nach der Einführung von Ganztagsschulen beklagten viele Klavierpädagogen und Musikschulen, dass Kinder nun kaum noch Zeit hätten, nachmittags Klavierunterricht zu nehmen und zu üben. Insofern möchte die Carl Bechstein den Klavierunterricht und das Klavierüben in den Schulen selbst ermöglichen. Da die meisten Schulen allerdings kein Klavier oder kaum noch spielbare Klaviere besitzen und die öffentlichen Etats in der Regel so klein sind, dass auch keine neuen Klaviere angeschafft werden können, stellt die Carl Bechstein Stiftung Ganztagsschulen Klaviere kostenlos zur Verfügung.

Wie kann man einen Antrag stellen?

Erste Versuche mit der Musiklehrerin.

Die ersten beiden Klaviere wurden im Frühjahr 2013 zwei Schulen in sozialen Brennpunkten zur Verfügung gestellt. Die Carl Bechstein Stiftung will dadurch dazu beitragen, dass auch Kinder, deren Eltern sich womöglich kein Klavier leisten können, eine Chance erhalten, das Klavierspielen zu erlernen. Kinder aus bildungsferneren gesellschaftlichen Gruppierungen sollen besonders gefördert werden.

Die soziale Komponente ist allerdings nicht das ausschlaggebende Kriterium, ob eine Schule ein Klavier zur Verfügung gestellt bekommt oder nicht. Denn leider ist es selbst in bildungsnahen gesellschaftlichen Gruppierungen heute keineswegs mehr selbstverständlich, dass Eltern ihren Kindern das Klavierspielen (oder allgemeiner gesagt das Musizieren) nahelegen. Kriterien für die Vergabe der Klaviere sind daher in erster Linie der Bedarf der Schule und das Interesse, das zur Verfügung gestellte Klavier intensiv einzusetzen und so das Klavierspiel nachhaltig zu fördern. Engagierte Schulleiter(innen) und/oder Musiklehrer(innen) können sich formlos bewerben unter info(at)carl-bechstein-stiftung.de.