Ron Maxim Huang

Als Ron Maxim Huang beim 51. Bundes-wettbewerb „Jugend musiziert“ in Braunschweig einen ersten Preis in der Altersgruppe III mit 25 Punkten (der Höchstpunktzahl) gewann, war er ziemlich überrascht. Denn mit solch einem guten Abschneiden hatte der 13-Jährige bei seinem ersten Bundeswettbewerb nicht gerechnet. Dass er dann auch noch als Stipendiat der Carl Bechstein Stiftung ausgewählt wurde, stimmte den jungen Pianisten stolz und glücklich.

Ron Maxims musikalische Entwicklung lief anders, als es bei solch erfolgreichen jungen Musikern üblich ist. Zwar sang der Sohn eines chinesischen Vaters und einer russischen Mutter bereits als Knabe im Staats- und Domchor Berlin und anschließend auch im kinderchor der Deutschen Oper Berlin - und durfte in der Oper auch schon das eine oder andere Knabensolo singen. Aber zum Klavier kam er erst mit neun Jahren, also relativ spät.

Das in der Wohnung stehende alte Klavier übte eine Anziehungskraft aus. Der Vater, ein seit 25 Jahren in Deutschland lebender Chinese, der selbst als Amateur leidenschaftlich Geige spielt, und die Mutter, die in ihrer Jugend Klavier gespielt hatte, förderten die musikalischen Ambitionen. Und mit Chieko Jokoyama Tancke fand sich eine Pianistin als erste Klavierlehrerin, die den Knaben in sehr kurzer Zeit auf ein sehr gutes Niveau brachte, so dass er beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ bereits nach kurzer Unterrichtszeit 25 Punkte erhielt.

Als Ron Maxim am Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach angenommen wurde, wechselte er auch den Klavierlehrer und wurde zunächst von Thomas Just (Hochschule für Musik Hanns Eisler) unterrichtet. Zwei bis drei Stunden übt Ron Maxim Huang während der Schulzeit, bis zu vier Stunden können es auch an freien Tagen oder Wochenenden werden. Da bleibt nicht mehr viel Zeit für Sportarten wie Federball, Fußball, Schwimmen oder Tischtennis. Wer gern Pianist werden möchte, muss sich bereits in jungen Jahren sehr auf sein Instrument konzentrieren.

Abwechslung schafft in den Ferien nun der Wanderurlaub mit der Familie (inklusive Besuch aus China). Und wenn er möchte, kann Ron Maxim auch die Kammermusik mit einem sehr guten Partner pflegen: Denn sein älterer Bruder Daniel erreichte mit der Geige ebenfalls den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.

Seit 2014 erhält Ron von der Internationalen Akademie zur Förderung musikalisch Hochbegabter in Deutschland e.V. eine Förderung. Seit 2015 wird er als Jungstudent am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste in Berlin von Prof. Markus Groh unterrichtet. Zwei Mal erhielt Ron ein Carl-Heinz Illies-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben für den Besuch eines Meisterkurses im Rahmen der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg, beim 15. Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten in Ettlingen 2016 erspielte sich Ron, als einziger deutscher Preisträger im Wettbewerb, einen Förderpreis.

Ron war von 2014 bis 2017 Stipendiat der Carl Bechstein Stiftung. Wir bedanken uns für die gemeinsame Zeit und wünschen ihm auch weiterhin alles Gute auf seinem persönlichen wie musikalischen Weg!

(Stand 2017)

Ron Maxim Huang