Preisträger und Stipendiaten spielen im Schloss Charlottenburg

Auch 2017 präsentierte die Carl Bechstein Stiftung ihre Preisträger und Stipendiaten in zwei Konzerten anlässlich des Tags der Musik. In diesem Jahr fanden die Konzerte im stilvollen Ambiente von Schloss Charlottenburg statt.

Mit diesen Konzerten haben wir auch unsere vier Stipendiaten verabschiedet, die 2014 beim 51. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2014 unter 130 Teilnehmer in der Wertung „Klavier solo Altersgruppe III“ ausgewählt worden waren. Die vier jungen Musikerinnen und Musiker hatten einstimmig von allen Juroren einen Ersten Preis mit der Höchstpunktzahl von 25 Punkten zugesprochen bekommen und wurden daraufhin über drei Jahre von der Carl Bechstein Stiftung mit einem Stipendium unterstützt.

Auf dem Programm standen Werke von Ludwig van Beethoven, Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Franz Liszt, Joseph Haydn u.a. sowie die Uraufführung einer Komposition für Klavierduo, die anlässlich des dritten Carl Bechstein Wettbewerb 2016 in Auftrag gegeben worden war.

Konzert am Sa., 10. Juni 2017, 17 Uhr, Weißer Saal

Jens Scheuerbrandt wird seit 2007 von Prof. Sontraud Speidel (Karlsruhe) unterrichtet, seit 2010 als Vorschüler am Precollege der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Jens mit 4 Jahren im Großen Konzertsaal „im Gasteig“, München. Es folgten Auftritte in ganz Deutschland (u.a. Berlin, Bayreuth, München, Hamburg), Europa (u.a. Wien, Lyon) und in Amerika (New York, Minnesota). Jens hat seit 2005 über 45 Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen und ist mehrfacher „Jugend musiziert“- Preisträger auf Regional-, Landes- und Bundesebene. 2017 wird ihm der Förderpreis des Kulturfonds Baden verliehen, 2015 erhielt er den Förderpreis der Deutsch-Französischen Gesellschaft Freiburg, 2014 den „Prix d‘espoir“ der Europäischen Kulturstiftung „Pro Europa“. Jens wird in diesem Jahr die Schule mit dem Abitur beenden. Ab Wintersemester 2017 wird er zunächst in Karlsruhe ein Musikstudium an der Hochschule für Musik aufnehmen.

Die inzwischen sechzehnjährige Marie Sophie Hauzel war von 2007 bis 2009 war sie Schülerin von Prof. Rosa Masferer, seit November 2009 ist sie Jungstudentin am Mozarteum und Schülerin von Prof. Andreas Weber in Salzburg. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe ( u.a. International Balys Dvarionas Competition 2012, International Jenö Takasc Competition 2010, Interpreten Wettbewerb in Barcelona, 2008). Marie verfügt bereits über internationale Konzerterfahrung. So wurde sie im Jahr 2016 eingeladen, beim Mozart Festival in Shenzhen (China) mitzuwirken. Dort konzertierte sie in verschiedenen Konzertsälen, u.a. in der Nanshan Concert Hall sowie der  Shenzhen Concert Hall vor ausverkauftem Publikum. Seit September 2016 absolviert sie neben der Schule zusätzlich das Bachelor Studium im Konzertfach Klavier an der Universität Mozarteum in Salzburg und ist mit 15 Jahren die jüngste Vollstudentin im Mozarteum.

Konzert am So.,11. Juni 2017, 11 Uhr, Orangerie

Yumeka Nakagawa, 2001 in Düsseldorf geboren, spielt seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier. Seit 2012 ist sie Jungstudentin der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, wo sie anfangs von Prof. Yumiko Maruyama betreut wurde. Seit 2014 ist sie Schülerin von Prof. Barbara Szczepanska. Yumeka ist Preisträgerin zahlreicher Klavierwettbewerbe (Westfälischer van Bremen Klavierwettbewerb in Dortmund, Rotary Klavier Wettbewerb Jugend in Essen, Internationaler Rachmaninov-Klavierwettbewerb in Frankfurt am Main u.a.). Als Solistin konzertierte sie u.a. mit der Sinfonietta Köln. Mehrmals trat sie im Rahmen des Klavier-Festival Ruhr auf. 2014 erspielte sich Yumeka beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen Ersten Preis mit Höchstpunktzahl. Dabei wurde sie mit einem Stipendium der Carl Bechstein Stiftung und einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Im selben Jahr gewann sie beim 4. Internationalen Franz-Liszt-Wettbewerb für junge Pianisten 2014 in Weimar den Zweiten Preis in der Kategorie I (bis 13 Jahre). Seit 2015 wird sie von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert.

Die Schwestern Jessica (*2001) und Genia (*2003) Rebbelin sind mehrfache Preisträgerinnen beim Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in der Kategorie Klavierduo, in welcher der Wettbewerb sowohl 2014 als auch 2016 ausgeschrieben war. Dabei ist Klavier nur ihr Zweitinstrument, eigentlich sind die Schwestern Flötistinnen. Die Vielseitigkeit und das gemeinsame Musizieren liegt ihnen jedoch im Blut, was die Ersten Preise bei den Regional- und Landeswett-bewerben "Jugend musiziert" Preise in den Wertungskategorien Klavier vierhändig, als Duo und solo, Querflöte solo und gemeinsam mit Klavier sowie Querflötenensemble belegen. Genia und Jessica besuchen seit 2015 das Berliner Carl Philipp Emanuel Bach Gymnasium. Als Klavierduo spielen sie am 11. Juni 2017 die Uraufführung von Lukas Stamms "Figuren", die für den Carl Bechstein Wettbewerb 2016 in Auftrag gegeben worden waren, aber leider nicht zur Aufführung gelangten.

Ron Maxim Huang begann erst mit neun Jahren mit dem Klavierunterricht. Bereits 2010 gewann er bei seiner ersten Teilnahme am Wettbewerb Jugend Musiziert einen 1. Preis in der Kategorie Klaviersolo. 2014 erspielte sich Ron  beim 51. Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ den ersten Preis mit der Höchstpunktezahl in der Kategorie „Klavier solo“, verbunden mit einem Sonderpreis der Deutschen Stiftung Musikleben und einer langfristigen Förderung durch die Carl Bechstein Stiftung. Seit 2014 wird er auérdem von der Internationalen Akademie zur Förderung musikalisch Hochbegabter in Deutschland e.V. gefördert und wird seit Oktober 2015 als Jungstudent am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste in Berlin von Prof. Markus Groh unterrichtet. Zwei Mal erhielt Ron ein Carl-Heinz Illies-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben für den Besuch eines Meisterkurses im Rahmen der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg,  beim 15. Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten in Ettlingen 2016 erspielte sich Ron, als einziger deutscher Preisträger im Wettbewerb, einen Förderpreis.

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