Bechstein-, Debussy- und Rachmaninow-Sonderpreis beim Klavierwettbewerb Essen

21.09.2020

Dr. Lars Wallerang, Prof. Thomas Günther, Prof. Till Engel und Gregor Willmes 

Stella Keller gewann einen Ersten Preis in der Altersgruppe I 

Die jüngste Teilnehmerin Sophie Elizabeth Wagner gewann ebenfalls einen Ersten Preis in der Altersgruppe I 

Lisa-Marie-Ehrenfried gewann den Ersten Preis in der Altersgruppe II 

In der Altersgruppe III wurde Peer Waibel-Fischer der Erste Preis zuerkannt 

Lukas Blanck, Erster Preis in der Altersgruppe IV und Debussy-Sonderpreis der Carl Bechstein Stiftung 

Philippe Gang, beste Interpretation eines Werk von Ravel 

Einen Rachmaninow-Sonderpreis der Carl Bechstein Stiftung erhielt Sophie Berns 

Er musste im Frühjahr zunächst abgesagt werden und fand nun doch noch statt: der 15. Internationale Klavierwettbewerb Jugend in Essen. Im großen Saal von Evonik Industries traten am letzten Wochenende die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter von sieben bis 18 Jahren auf – und sie und ihre Angehörigen brachten immer wieder zum Ausdruck, dass sie froh waren, dass dieser Wettbewerb ausgetragen werden konnte. Die Carl Bechstein Stiftung stand dem Wettbewerb als Partner zur Verfügung.

Das Niveau des Wettbewerbs war wieder sehr hoch, was bereits in der Altersklasse II zu hören war, als beispielsweise Lisa-Marie Ehrenfried den Ersten Preis mit einer ungemein klaren, dabei höchst virtuosen Interpretation von Ravels „Scarbo“ gewann. Der Zweite Preis ging an Elias Keller und der Dritte Preis an Julia Kaufmann. In der jüngsten Altersgruppe gab es zwei Erste Preise, die an Stella Keller und Sophie Elizabeth Wagner gingen. Den dritten Preis gewann Lisann Pahnke.
In der Altersgruppe III wurde Peer Waibel-Fischer, auch Preisträger unserer eigenen Carl Bechstein Wettbewerbe 2017 und 2019, der Erste Preis zuerkannt. Der Zweite Preis ging an Luka Bilbija, Hanming Deng gewann den Dritten Preis.
Die Altersgruppe IV war in diesem Jahr besonders stark besetzt und bestand durchgängig aus Jungstudentinnen und Jungstudenten deutscher und österreichischer Musikhochschulen und Konservatorien. So ging der Erste Preis an Lukas Blanck, der extra aus Österreich angereist war. Er spielte so überragend, dass er auch noch den Debussy-Sonderpreis der Carl Bechstein Stiftung für seine Interpretation von „Reflets dans l’eau“ erhielt sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation der Pflichtstücke in der Altersgruppe IV: zwei Préludes von Roslavets. Den Zweite Preis nahm Julia Stephan mit nach Berlin. Der Dritte Preis wurde Julius Schäfer (Jungstudent in Detmold) zuerkannt.

Der alle Altersgruppen übergreifende Preis für die beste Interpretation eines Werkes von Ludwig van Beethoven ging an Lysander Burleigh. Den Bechstein-Sonderpreis für eine herausragende Interpretation eines Werks von Ravel erspielte sich Philippe Gang mit seiner ungemein transparenten und dennoch walzerseligen Interpretation von „La Valse“. Einen Rachmaninow-Sonderpreis der Carl Bechstein Stiftung erhielt Sophie Berns, die das erste Stück der Six moments musicaux op. 16 aufs Programm gesetzt hatte.

Auch in diesem Jahr war wieder Gregor Willmes, Vorstand der Carl Bechstein Stiftung, Mitglied der Jury, in der neben ihm noch Prof. Till Engel (Vorsitz), Prof. Thomas Günther (gleichzeitig Künstlerischer Leiter des Wettbewerbs) und der Journalisten Dr. Lars Wallerang die Leistungen der jungen Musiker bewertete.

Wir gratulieren allen Teilnehmern und Preisträgern sehr herzlich!