Strahlende Preisträger beim dritten Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche in Berlin

14.11.2016

Die Geschwister Valeria Erandi und Alejandro González Gerwig aus Königswinter erhielten den 1. Preis der jüngsten Altersgruppe (bis 10 Jahre) sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition 

Valeria Erandi und Alejandro González Gerwig beim Preisträgerkonzert. 

Ebenfalls mit dem ersten Preis der jüngsten Altersgruppe wurden Nina Patricia Purtov und Wilhelmine Freytag aus Leipzig und Borsdorf in Sachsen ausgezeichnet. 

Den dritten Preis der ersten Altersgruppe erspielten sich Letizia Bott & Eileen Tolsdorf aus Hessen 

Marie und Florentine Lehnert gehörten bereits beim ersten Duo-Wettbewerb vor zwei Jahren zu den Preisträgern. 

In diesem Jahr beindruckten sie die Jury erneut und errangen den ersten Platz ihrer Altersgruppe (11-13 Jahre) sowie den Sonderpreis für die Auftragskomposition von Adrian Goldner. 

Florentine und Marie Lehnert im Preisträgerkonzert. 

Hanna Sophie Kunze und Mara Müller, hier noch beim Einspielen vor dem Konzert, wurden von der Jury mit dem 3. Preis der dritten Altersgruppe (11-13 Jahre) ausgezeichnet. 

Beim Preisträgerkonzert spielten Hanna Sophie Kunze und Mara Müller das Rondo F-Dur des jüngsten Bach-Sohns Johann Christian Bach. 

Die Schwestern Jessica und Genia Rebbelin besuchen das Carl Philipp Emanuel Bach Musik-Gymnasium Berlin und spielen im Hauptfach eigentlich Querflöte. Auch auf ihrem Zweitinstrument konnten sie überzeugen und freuten sich über den 3. Preis der dritten Altersgruppe. Auch sie traten bereits zum zweiten Mal beim Carl Bechstein Wettbewerb auf. 

Auch Alexander Leuschner und Maximilian Thiessen aus Kronshagen in Schleswig-Holstein gehörten bereits 2014 zu den Preisträgern. In diesem Jahr freuten sie sich über einen 2. Platz in der höchsten Altersgruppe. 

Pauline und Johanna Meisel aus Glashütten in Hessen teilten sich mit Alexander Leuschner und Maximilian Thiessen den 2. Platz der Altersgruppe Vier der 16-und 17-Jährigen. 

Sieger und Sonderpreisträger für die beste Interpretation eines Auftragswerkes in der vierten Altersgruppe sind Cornelia und Markus Nick aus Karlsruhe. Auch sie nahmen bereits zum zweiten Mal an unserem Wettbewerb teil und gehören erneut zu den Preisträgern. 

Cornelia und Markus Nick spielten beim Preisträgerkonzert Saint-Saëns' Danse macabre und stellten auch die Auftragskomposition von Jesse Passenier vor. 

Beim Preisträgerkonzert wurden auch einige Bärenreiter-Sonderpreise vergeben, die einen Notengutschein beinhalten. 

Preise im Wert von mehr als 10.000 Euro vergab die Carl Bechstein Stiftung am Sonntag, 13. November 2016, beim Preisträgerkonzert des dritten Carl Bechstein Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche im Kulturstall von Schloss Britz in Berlin. Zum zweiten Mal war der Wettbewerb ausgeschrieben für die Kategorie Klavierduo. Und Professor Wolfgang Manz lobte als Leiter der Jury erneut das ausgezeichnete Niveau des Wettbewerbs.

„Die Carl Bechstein Stiftung schließt mit diesem Wettbewerb eine Lücke“, betonte Professor Wolfgang Manz beim Preisträgerkonzert des dritten Carl Bechstein Wettbewerbs im Kulturstall von Schloss Britz. Nach einer Blüte im 19. Jahrhundert und einer Durststrecke danach sei die Kategorie Klavierduo heute wieder gefragt: Es gebe zahlreiche hochkarätige Duos und an vielen Hochschulen sogar eigene Studiengänge für Klavierduo. Insofern sei es auch sehr wichtig, bereits Kinder und Jugendliche an das Duospiel heranzuführen.

Beim Wettbewerb im idyllischen Ambiente von Schloss Britz glückte das glänzend. So spielten Cornelia und Markus Nick aus Karlsruhe (Erste Preisträger der Altersgruppe IV) zum krönenden Abschluss des Konzertes den hoch virtuosen Danse macabre op. 40 von Camille Saint-Saëns. Den Ersten Preis in der Altersklasse I teilten sich die Duos Valeria Erandi und Aejandro Gonzáles Gerwig aus Königswinter sowie Nina Patricia Purtov und Wilhelmine Freytag aus Leipzig. Während in der Altersgruppe III kein Erster Preis vergeben wurde, ging der Erste Preis in der Altersgruppe II ebenfalls nach Leipzig: an das Geschwisterduo Marie und Florentine Lehnert.

Drei Auftragswerke der Carl Bechstein Stiftung kamen beim Wettbewerb zur Uraufführung: „Gespräch der Gartenzwerge“ von Susanne Hardt, „Drei Marionetten“ von Adrian Goldner und  „Story  oft  he Rocks“ von Jesse Passenier. Die jungen Komponisten waren von der Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Verein „Neues Zeug“ ausgewählt worden. Für die beste Interpretation der Werke vergab die Stiftung in den verschiedenen Altersgruppen jeweils einen Sonderpreis. Weitere acht Sonderpreise stellte als Kooperationspartner der Bärenreiter Verlag in Form von Notengutscheinen zur Verfügung. Vergeben wurden auch diese Auszeichnungen von den erfahrenen (Duo-)Pianisten und Klavierpädagogen Prof. Wolfgang Manz (Vorsitzender), Mona Bard, Simone Foth, Götz Schumacher und Prof. Gerrit Zitterbart, die eine ausgesprochen harmonische Jury bildeten.

Der nächste Carl Bechstein Wettbewerb findet vom 17.bis 19. November 2017 im Schloss Britz statt und ist der Kategorie „Klavier solo“ gewidmet.

Alle Fotos © Thorsten Eichhorst