Carl Bechstein Wettbewerb 2023

Am 21. und 22. Oktober 2023 findet der 9. Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche im Kulturstall von Schloss Britz in Berlin-Neukölln statt. Zum dritten Mal treffen sich 2023 Klavierduos in Berlin und können in der Wertung „Klavierduo vierhändig an einem Instrument“ ihr Können vor Publikum und einer fachkundigen Jury auf der Konzertbühne präsentieren.

Der Anmeldeschluss ist am 13. August 2023. Alle Informationen zur Zulassung und den Fristen finden sich in den einzelnen Reitern.

Selbst die hochkarätige Jury versetzten sie zeitweise ins Staunen: Beim neunten Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche wurden am vergangenen Wochenende in Berlin mehrere Klavierduos ausgezeichnet, die auf einem Niveau spielten, das man ihrem Alter normalerweise nicht zutraut.

Zum dritten Mal war der Wettbewerb ausgeschrieben in der Kategorie Klavierduo, diesmal vierhändig an einem Flügel. Und unter den zahlreichen hervorragenden Duos ragten die Ersten Preisträger der Kategorien 3 (14 bis 15 Jahre) und 4 (16 bis 17 Jahre) heraus: Geradezu verblüffend, mit welcher musikalischen Meisterschaft die erst zehnjährige Sophie Elisabeth Wagner aus Wachtberg bei Bonn gemeinsam mit ihrem fünfzehnjährigen Bruder Alexander William an Franz Liszts 212-tem Geburtstag dessen hochvirtuose Ungarische Rhapsodie Nr. 2 spielte.

Ebenfalls mit einem Ersten Preis in der Altersgruppe III wurden Mina Selina und Marie Elisa Himpel aus Hannover ausgezeichnet, die im Preisträgerkonzert Francis Poulencs Sonate zu vier Händen FP8 mit großer musikalischen Reife interpretierten.

Das Duo Valeria Erandi und Alejandro González Gerwig begeisterte mit Paul Dukas‘ „L’apprenti sorcier“ und knüpfte mit dem Ersten Preis in der Altersgruppe IV an den Erfolg von vor sieben Jahren an, als die Geschwister aus Königswinter den Ersten Preis in der Altersgruppe I erhalten hatten.

Vergeben wurden die Auszeichnungen 2023 von den erfahrenen (Duo-)PianistInnen und KlavierpädagogInnen Prof. Wolfgang Manz (Vorsitzender), Wei Chen, Götz Schumacher, Alina Shalamova und Sivan Silver, die eine ausgesprochen harmonische Jury bildeten. In der Altersgruppe I sprach die Jury Maximilian Hongcheng Zhu und Yishi Huang aus Baden-Württemberg den Ersten Preis zu und in der Altersgruppe II demDuo Darian Leonid Müller und Parzival Passa Namsoongnein aus Würzburg. Das letztere Duo sicherte sich für seine Kurtág-Interpretationen auch den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks in dieser Altersgruppe, der in der Altersgruppe III ans das Duo Klėja und Kaja Kašubaitė aus Berlin ging.

Die Fondation Hindemith vergab erstmals beim Carl Bechstein Wettbewerb zwei Sonderpreise für herausragende Hindemith-Interpretationen, die in der Altersgruppe III an die Duos Andrey Azpiri Munoz und Michael Kabanovsky aus Berlin sowie an Mina Selina und Marie Elisa Himpel überreicht wurden.

„Die Carl Bechstein Stiftung hat sich mit diesem Wettbewerb auch zur Aufgabe gemacht, bewusst das gemeinsame Musizieren zu fördern“, stellte Gregor Willmes, Vorstandsvorsitzender der Carl Bechstein Stiftung, nach dem Wettbewerb fest. „So setzen wir den zahlreichen Solo-Wettbewerben, die es mittlerweile auch für Kinder und Jugendliche gibt, alle zwei Jahre bewusst ein kammermusikalisches Pendant entgegen. Das führt zwar zu weniger Anmeldungen als bei Solowettbewerben, aber nicht zu einer verminderten künstlerischen Qualität.“

Der nächste Carl Bechstein Wettbewerb findet vom 18. bis 20. Oktober 2024 im Schloss Britz statt und ist dann wieder der Kategorie „Klavier solo“ gewidmet.

Unsere tolle Fotografin war in diesem Jahr © Patricia Haas/Carl Bechstein Stiftung

Ziel des Wettbewerbs

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte die Freude am Musizieren vermitteln, junge Musiker*innen nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen.

Seit 2014 veranstaltet die Carl Bechstein Stiftung diesen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche jährlich wechselnd in solistischer oder kammermusikalischen Besetzungen.

Wir freuen uns, dass wir 2023 zum inzwischen dritten Mal junge Klavierduos begrüßen werden. Gerade das gemeinsame Erarbeiten eines Programm, die intensive gemeinsame Probenarbeit und später der gemeinsame Auftritt in Konzert oder Wettbewerb ist für junge Musiker*innen nicht nur eine enorme Bereicherung, sondern macht oft viel mehr Spaß, als immer nur allein am Klavier zu sitzen. Ein Wettbewerb bietet eine tolle zusätzliche Motivation, das Zusammenspiel auszuprobieren und neben neuen Werken vielleicht auch neue Freundschaften zu finden. So laden wir alle jungen Pianist*innen ein, es zu probieren und sich als Klavierduo bei unserem 9. Carl Bechstein Wettbewerb anzumelden.

Teilnehmen können junge Musiker*innen, die zum Stichtag (20. Oktober 2023) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben.

Alle Informationen über die Zulassungsbedingungen, das Anmeldeprocedere usw. finden Sie, wenn Sie auf die entsprechenden Reiter klicken.

Zulassungsbedingungen

Der Wettbewerb ist offen für junge Pianist*innen, die zum Stichtag (20.10.2023) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Reguläre Musikstudent*innen sind ausgeschlossen; Jungstudent*innen sind zugelassen. Sollten die beiden Mitglieder eines Duos aus verschiedenen Altersgruppen stammen, muss das Duo in der Altersgruppe des älteren Teilnehmers antreten.

Altersgruppen und Vorspielzeit

  • AGI (bis 10 Jahre): bis zu 10 Minuten
  • AGII (11 bis 13 Jahre): bis zu 15 Minuten
  • AGIII (14 und 15 Jahre): bis zu 20 Minuten
  • AGIV (16 bis 17 Jahre): bis zu 25 Minuten

Repertoire

Das Repertoire muss aus mindestens zwei kontrastierenden Stücken verschiedener Stilepochen stammen.
Hinweis: Es ist in allen Altersgruppen je ein Sonderpreis für die besten Interpretationen einer selbst gewählten zeitgenössischen Komposition (nach 1970) sowie in den Altersgruppen 3 und 4 je ein Sonderpreis für die beste Interpretation eines Duo-Werkes von Paul Hindemith ausgelobt.

Bitte beachten Sie, dass Präparationen des Flügels sowie das Spielen im Instrument mit bloßen Händen nicht gestattet sind.

Zwei Ansichtsexemplare der Partituren aller gespielten Werke sind der Jury vor dem Vorspiel unaufgefordert vorzulegen. Den Kandidat*innen ist es freigestellt, auswendig oder nach Noten zu spielen.

Bei Überschreitung der maximalen Vorspielzeit ist die Jury berechtigt, den Vortrag abzubrechen.

Bitte beachten

Aus Kapazitätsgründen wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Denn sollten sich mehr Teilnehmer zum Wettbewerb anmelden, als aus Kapazitätsgründen zugelassen werden können, entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung.

Anmeldung

Hier kann das Anmeldeformular zum Carl Bechstein Wettbewerb 2023 heruntergeladen werden. Um Fehler zu vermeiden, bitten wir darum, das Formular möglichst NICHT handschriftlich, sondern am Computer auszufüllen.

Die Anmeldefrist ist bis zum 30. August 2023 verlängert worden, die Anmeldung sollte uns erreichen vorzugsweise elektronisch an Antje Bogisch: bogisch (at) carl-bechstein-stiftung.de

ODER per Post an:

Carl Bechstein Stiftung
z.Hd. Antje Bogisch
Kantstraße 17
10623 Berlin

Der Anmeldung sind beizufügen

1.) das korrekt und vollständig ausgefüllte Anmeldeformular inkl. vollständigem Programm (spätere Änderungen sind noch bis Ende August 2023 möglich)
2.) Kopie des Reisepasses, Kinder- bzw. Personalausweises der Teilnehmer*innen
3.) ein aktuelles Passfoto
4.) die Bestätigung über die eingezahlte Anmeldegebühr in Höhe von 40,- Euro je Duo:
IBAN: DE83 1009 0000 2425 3390 12 BIC: BEVODEBB, Verwendungszweck: Carl Bechstein Klavierwettbewerb 2023, Namen beider Teilnehmer*innen, E-Mail-Adresse

Die Anmeldegebühr beträgt 40,- Euro (exklusive Bankspesen) je Duo. Auf der Überweisung müssen Namen beider Teilnehmer*innen angegeben sein sowie eine E-Mail-Adresse. Im Falle eines Rücktritts der Teilnehmer*innen kann die Gebühr nicht rückerstattet werden. Die oben genannten Unterlagen werden nicht zurückgegeben.

Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten sind von den Teilnehmer*innen selbst zu übernehmen. In begründeten Einzelfällen kann die Carl Bechstein Stiftung nach individuellem Antrag vor dem Wettbewerb Reise- und Übernachtungskosten übernehmen.

Mit der Anmeldung erklären sich die Teilnehmer*innen mit den Bedingungen des Wettbewerbs einschließlich der Bedingungen des Wettbewerbsablaufs einverstanden.

Es wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen, denn sollten sich mehr Teilnehmer zum Wettbewerb anmelden, als aus Kapazitätsgründen zugelassen werden können, entscheidet die Reihenfolge der Anmeldung.

Bitte beachten

Ab und zu gehen bei der Post Briefe oder E-Mails in den unendlichen Weiten des Internet verloren. Wir bestätigen in der Regel innerhalb weniger Tage den Erhalt der Anmeldeunterlagen. Sollten Bewerber*innen trotz vollständig eingereichter Unterlagen inkl. rechtzeitiger Zahlung bis 14 Tage nach dem Verschicken keine Eingangsbestätigung erhalten haben, bitten wir um kurze Nachfrage. 

Preise

AG I (bis 10 Jahre)
1. Preis 600  Euro: Maximilian Hongcheng Zhu & Yishi Huang
2. Preis 400 Euro: Ann-Kristin Stade & Aili Yang
3. Preis 200 Euro: Yori Gubarew & Chika Deborah Hashimoto

AG II (11 bis 13 Jahre)
1. Preis 800 Euro: Darian Leonid Müller & Parzival Passa Namsoongnein
2. Preis 600 Euro: Elisaweta & Wera Ott
3. Preis 400 Euro: Elischa & Jonathan Ortlieb

AG III (14 bis 15 Jahre)
1. Preis 1.000 Euro: Sophie Elisabeth & Alexander William Wagner
1. Preis 1.000 Euro: Mina Selina & Marie Elisa Himpel
2. Preis 800 Euro: Klėja & Kaja Kašubaitė

AG IV (16 bis 17 Jahre)
1. Preis 1.200 Euro: Valeria Erandi & Alejandro González Gerwig


Sonderpreis Zeitgenössische Komposition

Erneut wurde je Altersgruppe ein Sonderpreis à 300 Euro für die beste Interpretation eines selbst gewählten zeitgenössischen Werkes, komponiert nach 1970, ausgelobt. Die Preise gingen an die Duos:

Darian Leonid Müller & Parzival Passa Namsoongnein
Klėja & Kaja Kašubaitė


Sonderpreis der Fondation Hindemith

Die Fondation Hindemith hat in den Altersgruppen 3 und 4 jeweils einen Hindemith-Sonderpreis in Höhe von 300 Euro je Duo ausgelobt für die überzeugendste Interpretation eines Originalwerks von Paul Hindemith. Die Stiftung, von Paul Hindemiths Witwe Gertrud testamentarisch verfügt, widmet sich der Bewahrung und Verbreitung des kulturellen Vermächtnisses, das in dem musikalischen und literarischen Nachlass von Paul Hindemith vorliegt. Die Preise gingen an die Duos:

Andrey Azpiri Munoz & Michael Kabanovsky
Mina Selina & Marie Elisa Himpel


Sonderpreis der Freunde und Förderer Schloss Britz

Die Freunde und Förderer Schloss Britz finanzieren ein Konzert mit zwei Preisträger-Duos am 3. Dezember 2023, 15 Uhr, im Kulturstall von Schloss Britz mit einer Gage von 500 Euro je Duo. Ausgelobt ist dieser Preis für die Altersgruppe 4. Die Preise gingen an die Duos:

Sophie Elisabeth & Alexander William Wagner
Valeria Erandi & Alejandro González Gerwig


Bärenreiter-Sonderpreise

Der Bärenreiter-Verlag unterstützt erneut den Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche mit der Stiftung von „Bärenreiter Urtext-Preisen“ in Form von Notengutscheinen im Gesamtwert von 1.000 Euro. Die Preise gingen an die Duos:

Eva Abramov & Arina Shelestovskaya
Katharina Morozov & Alexander Sokolyuk
Jiantong & Catherine Geng
Elisabeth Grote & Yuteng Jiang
Andrey Azpiri Munoz & Michael Kabanovsky
Aylin Gaziyeva & Elisabeth Kutt
Yui Alexandra & Fumiya Markus Mastushita
Selva Amadis Schmidt Maiwald & Leon Filip Emaykin

Wir gratulieren allen ganz herzlich!

Jury

Zusammensetzung der Jury
Die Jury besteht aus aktiven PianistInnen und KlavierpädagogInnen, die sich u.a. besonders um die Förderung von jungen Musikern verdient gemacht haben und über besondere Erfahrung im kammermusikalischen Bereich verfügen.

Bewertungskriterien
Bewertungsgrundlage ist ausschließlich die Darbietung während des Wertungsspieles. Wesentliche Kriterien für die Beurteilung sind: Künstlerische Gestaltung, Tonqualität, Spieltechnik, Texttreue und das stilistische Verständnis. Auswendigspiel wird nicht besonders bewertet.

Die Jury ist nicht verpflichtet alle Preise zu vergeben. Die Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zur Jury zählen

Wolfgang Manz (Vorsitz) ist Preisträger bedeutender internationaler Pianistenwettbewerbe wie Leeds (1981) und Brüssel (Concours Reine Elisabeth, 1983), bei denen er als erster Deutscher einen jeweils 2. Preis errang. Außerdem gewann er 1980 in Berlin den Mendelssohn-Bartholdy – Preis, 1982 einen 2. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn sowie 1989 beim Van Cliburn International Pianoforte Competition in Texas/USA einen Jury – Spezialpreis. Seit seinen Wettbewerbserfolgen ist Wolfgang Manz ein gefragter Solist für Konzerte mit Orchester sowie für Solorezitale und Kammermusik. Mit seinem Kollegen Rolf Plagge – ebenfalls Preisträger beim Concours Reine Elisabeth in Brüssel und heutzutage Professor am Mozarteum Salzburg – gründete Wolfgang Manz 1988 das Klavierduo „Reine Elisabeth“, welches auf eine rege Konzerttätigkeit und etliche CD-Produktionen bei den Labels THOROFON und TELOS verweisen kann. Wolfgang Manz verfolgt  eine intensive pädagogische Tätigkeit auf vielen Ebenen. Von 1994-1998 war er an der Hochschule für Musik Karlsruhe als Dozent tätig. Im Jahr 2000 wurde er zum Professor für Klavier an die Hochschule für Musik Nürnberg berufen. Er ist wiederholt Juror bei Pianistenwettbewerben und seit 2020 Juryvorsitzender des Internationalen Klavierwettbewerbs Ettlingen.


Wei Chen wurde im Jahr 1987 in Taipei, Taiwan geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren. Im Jahr 1999 wurde er als Jungstudent an der staatlichen Hochschule für Musik aufgenommen und studierte bei Prof. Andreas Immer und Prof. Vitali Berzon. Sein Diplom-Studiengang „Künstlerische Ausbildung“ und Master-Studiengang „Master of Soloist“ schloss er an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Sorin Enachescu ab. Er konzertierte in den wichtigen Konzerthallen wie der National Music Hall in Taipei, der Town Hall in New York oder der Laeisz-Halle in Hamburg. Auch in den Bereichen Kammermusik und Neue Musik ist er sehr aktiv und tritt u. a. mit der Pianistin Pi-Hsien Chen, mit dem Konzertmeister von Hong-Kong Philharmonie Leung Kinfung und Cellisten Richard Bamping auf. Als Solist trat er mit renomierten Orchestren wie u. A. National Symphony Orchestra of Taiwan und Bochumer Symphoniker auf.  Seit 2015 ist Wei Chen an der Musikschule Paul Hindemith Neukölln als Klavierlehrer und Korrepetitor tätig. Seit 2018 leitet er dort die Fachgruppe für Tasteninstrumente.


Götz Schumacher spielt gemeinsam mit Andreas Grau seit 1981 als Klavierduo zusammen. Seit den 1990er-Jahren haben sie sich als eines der wichtigsten deutschen Klavierduos etabliert. Mehr als ein Dutzend CD-Einspielungen und zahllose Konzerte haben dem Duo weltweite Anerkennung verschafft. Klug zusammengestellte Programme sind das Markenzeichen, mit dem sich Andreas Grau und Götz Schumacher als eines der international renommiertesten Klavierduos profiliert haben. Ihr Miteinander am Klavier lässt sie als künstlerische Seelenverwandte erscheinen. Mit ihrem weit reichenden Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten waren sie zu Gast bei zahlreichen Festivals und Konzerthäusern, und sie arbeiteten mit Dirigenten wie Michael Gielen, Lothar Zagrosek, Emanuel Krivine, Heinz Holliger, Kent Nagano, Bertrand de Billy, Andrej Boreyko, Georges Prêtre und Zubin Mehta zusammen. Den Hang zu ausgefeilten Programmkonzepten dokumentieren auch die CD-Einspielungen des Duos.


Alina Shalamova wurde in Bulgarien geboren. Im Alter von zwölf Jahren hatte die junge Pianistin bereits zahlreiche nationale Wettbewerbe für Kinder. Ihre Ausbildung erhielt Alina Shalamova an der Nationalen Musikakademie in Sofia in der Klasse von Milena Mollova, eine der wenigen Studenten des legendären Emil Gilels, an der Hochschule für Musik und Theater Rostock sowie an der Escuela Superior de Música »Reina Sofia« in Madrid. Eines der wichtigsten Ereignisse im Leben der jungen Pianistin war die Entscheidung, im Klavierduo mit Nikolay Shalamov zu spielen. Einer der größten Erfolge dieses Klavierduos ist der erste Preis sowie der Publikumspreis beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb 2015. Seitdem hat das Shalamov Duo eine internationale Karriere gemacht und mehrere Preise und Auszeichnungen gewonnen. Seit Jahr 2018 kombiniert Alina ihre Konzerttätigkeit mit Lehrtätigkeit in Berlin und wurde in die Jury des Regionalen Jugend Musiziert Wettbewerbs 2021 eingeladen. Außerdem wurde sie eingeladen, im Mai 2022 bei der Internationalen Meisterkurs in der Leo Kestenberg Musikschule im Kooperation mit dem Fondation Bell’Arte- ICPA (Belgien) zu unterrichten. Derzeit ist sie auch künstlerische Leiterin des ersten Piano Duo Festivals in Berlin, das im März 2023 stattfand.


Sivan Silver bildet gemeinsam mit Gil Garburg das Silver-Garburg Piano Duo. Sie haben in rund 70 Ländern auf allen fünf Kontinenten konzertiert und werden regelmäßig von Top-Orchestern, Festivals und Konzertveranstaltern eingeladen. Sie traten bereits in den bedeutendsten Sälen, wie der Carnegie Hall, im Lincoln Center, im Wiener Musikverein, im Salzburger Festspielhaus, in der Oper von Sydney und in der Berliner Philharmonie auf. 2014 berief die Kunstuniversität Graz sie, einstimmig und vor zahlreichen namhaften Mitbewerbern, auf eine der wenigen Professuren für Klavierduo, die es überhaupt gibt. Zuvor unterrichteten Silver-Garburg, die zahlreiche Wettbewerbe gewannen, an der deutschen Pianisten-Kaderschmiede, der Hochschule Hannover, wo sie selbst als Schüler von Arie Vardi 2007 ihr Studium abschlossen. Mehrere CD-Einspielungen dokumentieren das künstlerische Schaffen. Ihr jüngstes Album „Illumination“ wurde in einem Rezital in der Elbphilharmonie Hamburg vorgestellt und im April 2019 unter dem Label Berlin Classics veröffentlicht.

Fotos © Ch. Ruvolo (Manz), Stefan Graef (Chen), J. Grau (Schumacher), Z. Special (Shalamova), N. Navaee (Silver)

Öffentlichkeit

Wertungsspiele

Alle Wertungsspiele werden öffentlich ausgetragen, der Eintritt ist frei.

Preisträgerkonzert

Für das Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger am 22. Oktober 2023, um 15 Uhr, wird ein Eintritt von 15 Euro/ erm. 10 Euro erhoben. Tickets erhalten Sie am selben Tag an der Tageskasse im Kulturstall von Schloss Britz. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die im Konzert auftreten, erhalten für enge Angehörige bis zu zwei Karten zum freien Eintritt.

Bitte beachten

Der Veranstalter des Wettbewerbs ist berechtigt, alle Veranstaltungen im Rahmen des Wettbewerbs akustisch und optisch aufzuzeichnen und zur öffentlichen Dokumentation des Wettbewerbs wie zur Pressearbeit für den Wettbewerb zu verwenden. Der Veranstalter behält sich insbesondere das Recht vor, Rundfunk- und Fernsehanstalten die Übertragung, die Aufzeichnung und Sendung aller Wettbewerbsveranstaltungen zu genehmigen. Für die Wettbewerbsteilnehmer*innen entstehen hieraus keine Vergütungsansprüche.

Hier kann das Programmheft mit dem Zeitplan des Carl Bechstein Wettbewerbs 2023 als pdf heruntergeladen werden.

Partner

Kulturstiftung Schloss Britz

Die Kulturstiftung Schloss Britz ist Mitveranstalter des Carl Bechstein Klavierwettbewerbs für Kinder und Jugendliche, stellt den Kulturstall von Schloss Britz für den Wettbewerb zur Verfügung und unterstützt den Wettbewerb auch im Bereich der Organisation.

Die Kulturstiftung Schloss Britz gewährleistet seit 1989 das umfangreiche kulturelle Angebot im Schloss Britz, das von Ausstellungen über Lesungen bis zu Konzerten reicht. Schloss Britz ist ein kulturelles Kleinod im Berliner Bezirk Neukölln. Das prächtige Gutshaus im Berliner Bezirk Neukölln wurde 1706 an der Stelle eines mittelalterlichen Fachwerkhauses erbaut. Im 18. Jahrhundert war das Herrenhaus im Besitz hochrangiger preußischer Hofbeamter und Staatsminister. 1971 wurde Schloss Britz unter Denkmalschutz gestellt. Der Berliner Bezirk Neukölln restaurierte das Schloss und rekonstruierte die dazugehörige Parkanlage von 1985 bis 1988. Der nach vierjähriger Umbauzeit 2011 neu eröffnete „Kulturstall“ von Schloss Britz (der ehemalige Kuhstall) bietet rund 280 Sitzplätze und verfügt über eine große Bühne, die Orchesterauftritte und Opernvorstellungen möglich macht, aber auch dem Carl Bechstein Klavierwettbewerb eine ideale Räumlichkeit bieten wird.

Musikschule Paul Hindemith

Die Musikschule Paul-Hindemith-Neukölln ist im ehemaligen Gutsverwalterhaus von Schloss Britz untergebracht und wird den Teilnehmern des Carl Bechstein Klavierwettbewerb Einspielräume zur Verfügung stellen.

Die Musikschule Paul Hindemith Neukölln wurde 1927 gegründet und gehört zu den drei ältesten staatlichen Musikschulen in Deutschland. Hohe pädagogische und künstlerische Qualität, ein breites Unterrichtsangebot und eine starke soziale und interkulturelle Ausrichtung prägen das Bild der Musikschule. Zurzeit unterrichten etwa 200 fast ausschließlich freiberufliche Lehrkräfte insgesamt über 4.000 Schülerinnen und Schüler. Das Angebot der Musikschule umfasst über 60 instrumentale/vokale Lehrfächer/Genres im Einzel- und Gruppenunterricht bzw. im Kurs- oder Ensembleunterricht. Zu den Besonderheiten der Musikschule gehören Spezialausbildungen als Vorbereitung auf ein Musikstudium für alle vokalen und instrumentalen Hauptfächer, Musical und Musiktheater sowie Tontechnik und Komposition.

Bärenreiter Verlag

Das Programm des traditionsreichen klassischen Musikverlags Bärenreiter (gegründet 1923) mit Hauptsitz in Kassel umfasst eine Vielzahl an wissenschaftlich fundierten Partituren, Notenbüchern, Klavierauszügen, Chorwerken (Urtextausgaben) und Büchern. Dazu wurden Gesamtausgaben mit den Werken von großen Komponisten wie Bach, Händel, Mozart & Schubert als Urtext veröffentlicht.

Zu den zahlreichen Büchern aus dem Bärenreiter Verlag gehören neben Musiklexika, Lehrmaterial über Musiktheorie und Aufführungspraxis die Musikenzyklopädie MGG (Die Musik in Geschichte und Gegenwart). Das Werk umfasst 29 Bände und einen Supplementband und gilt als Standardlexikon der Musikwissenschaft.

Foundation Hindemith

Die Stiftung ist bemüht, im Geiste Paul Hindemiths die Musik zu fördern und zu pflegen, ganz besonders die zeitgenössische Musik, die Werke Paul Hindemiths zu verbreiten und Verständnis für seine Kunst zu wecken, wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Musik zu veranlassen sowie die Veröffentlichungen und die Verbreitung der daraus entstehenden Arbeiten zu unterstützen.

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