Carl Bechstein Wettbewerb 2022

Vom 28. – 30. Oktober 2022 findet der inzwischen 8. Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche im Kulturstall von Schloss Britz in Berlin-Neukölln statt. In diesem Jahr in der Wertung „Klavier solo“.

Der Anmeldeschluss wurde erreicht: Über 150 Bewerbungen haben uns erreicht. Da wir nur 2,5 Tage für die Wertungsspiele zur Verfügung haben, werden die möglichen 66 Zulassungen ausgelost. Alle Bewerberinnen und Bewerber wurden darüber informiert, ob sie auf dem ersten Weg zugelassen werden konnten oder ob sie einen Platz auf der Warteliste erhalten. Sollten uns später Absagen in einer Altersgruppe erreichen, kann dann in der Reihenfolge des Anmeldedatums nachgerutscht werden.

Anmelderekord für den achten Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendlich in Berlin

139 junge Pianistinnen und Pianisten aus ganz Deutschland hatten sich für den Wettbewerb angemeldet, 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden zugelassen und spielten am vergangenen Wochenende im Kulturstall von Schloss Britz um Preise und Auszeichnungen. Die Carl Bechstein Stiftung vergab vom 28. bis 30. Oktober 2022 Preise im Wert von rund 10.000 Euro.

Der Wettbewerb war in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben für die Kategorie „Klavier solo“. Und Ewa Kupiec lobte als Vorsitzende der Jury das ausgezeichnete Niveau der jungen Musikerinnen und Musiker. Die Jury bestand mit Prof. Ewa Kupiec, Kim Barbier, Wei Chen, Prof. Lucas Blondeel, Mikhail Mordvinov und Prof. Adrian Oetiker erneut aus aktiven Pianistinnen und Pianisten sowie anerkannten Musikpädagoginnen und Musikpädagogen.

Insgesamt 18 Preisträger*innen im Alter von 10 bis 17 Jahren traten gestern beim Preisträgerkonzert im Kulturstall von Schloss Britz auf. Sie spielten Werke von Bach und Beethoven ebenso wie von Mendelssohn und Moszkowski. Natürlich standen auch mehrfach die Namen von Komponisten wie Liszt und Skrjabin auf dem Programm, die Bechstein besonders eng verbunden waren. Die zeitgenössische Musik war u.a. mit Werken von Lera Auerbach und Toshio Hosokawa vertreten.

Unter den vielen herausragenden Leistungen beim Wettbewerb und Preisträgerkonzert einzelne hervorzuheben, fällt schwer. Genannt sei allerdings die erst zwölfjährige Linda Yuan aus Heidelberg, die den Ersten Preis in der Altersgruppe II gewann und mit ihrer klangsinnlichen und hochvirtuosen Deutung von Ravels „Ondine“ das Publikum und die Jury gleichermaßen zum Staunen brachte. Dem 15-jährigen Alejandro Gonzales Gerwig (1. Preis in der Altersgruppe III) kam als mehrfacher erfolgreicher Teilnehmer des Wettbewerbs in den letzten Jahren die Ehre zu Teil, das diesjährige Preisträgerkonzert mit Mendelssohns brillantem Rondo capriccioso op. 14 zu beschließen.

Neben den regulären Preisen wurden Sonderpreise für die besten Interpretationen zeitgenössischer Werke vergeben sowie ein Stipendium der Feuerwerk Akademie Einbeck, ein Konzertengagement in Schloss Britz sowie Notengutscheine im Gesamtwert von 1.000 Euro vom Bärenreiter-Verlag.

Alle Preisträger sind unter dem Reiter „Preise“ aufgelistet.

Die wunderbaren Fotos hat in diesem Jahr Finnegan Godenschweger gemacht.

Ziel des Wettbewerbs

Der Carl Bechstein Wettbewerb möchte Freude am Musizieren vermitteln, junge Musiker*innen nachhaltig fördern und außergewöhnliche Leistungen junger Menschen belohnen. Seit 2014 veranstaltet die Carl Bechstein Stiftung diesen Wettbewerb für Kinder und Jugendliche jährlich wechselnd in solistischer oder kammermusikalischen Besetzungen. Nach dem enormen Zuspruch bei den Solo-Wettbewerben 2017 und 2019 findet 2022 erneut eine Solo-Wertung in vier Altersgruppen statt.

Teilnehmen können junge Musiker*innen, die zum Stichtag (28. Oktober 2022) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben.

Informationen über die Zulassungsbedingungen sind hier zu finden. Anmeldeformular sowie Informationen über einzureichende Unterlagen finden Sie unter Anmeldung.

Zulassungsbedingungen

Der Wettbewerb ist offen für junge Pianist*innen, die zum Stichtag (28.10.2022) das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die seit mindestens sechs Monaten einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Reguläre Musikstudent*innen sind ausgeschlossen; Jungstudent*innen sind zugelassen.

Altersgruppen und Vorspielzeit

  • AGI (bis 10 Jahre): bis zu 10 Minuten
  • AGII (11 bis 13 Jahre): bis zu 15 Minuten
  • AGIII (14 und 15 Jahre): bis zu 20 Minuten
  • AGIV (16 bis 17 Jahre): bis zu 25 Minuten

Repertoire

Das Repertoire muss aus mindestens zwei kontrastierenden Stücken verschiedener Stilepochen stammen. In den Altersgruppen 3 und 4 muss ein Werk eines Komponisten gespielt werden, der Bechstein besonders nahestand, wie etwa Béla Bartók, Claude Debussy, Maurice Ravel, Franz Liszt, Sergej Rachmaninow, Anton Rubinstein oder Alexander Skrjabin.

Zwei Ansichtsexemplare der Partituren aller gespielten Werke sind der Jury vor dem Vorspiel unaufgefordert vorzulegen. Den Kandidat*innen ist es freigestellt, auswendig oder nach Noten zu spielen.

Bei Überschreitung der maximalen Vorspielzeit ist die Jury berechtigt, den Vortrag abzubrechen.

Bitte beachten

Aus Kapazitätsgründen wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Sollten sich mehr Teilnehmer zum Wettbewerb anmelden, als aus Kapazitätsgründen zugelassen werden können, behält sich die Carl Bechstein Stiftung eine Vorauswahl der Kandidat*innen vor. Diese Vorauswahl ist nicht anfechtbar.

Anmeldung

Es sind keine Anmeldungen zum diesjährigen Carl Bechstein Wettbewerb mehr möglich.

Die Anmeldung ist bis zum 12. Juni 2022 möglich und sollte uns erreichen vorzugsweise elektronisch an Antje Bogisch: bogisch (at) carl-bechstein-stiftung.de

ODER per Post an:

Carl Bechstein Stiftung
z.Hd. Antje Bogisch
Kantstraße 17
D-10623 Berlin

Der Anmeldung sind beizufügen

1.) das korrekt und vollständig ausgefüllte Anmeldeformular inkl. Programm (spätere Änderungen sind noch bis August möglich)
2.) Kopie des Reisepasses, Kinder- bzw. Personalausweises der Teilnehmer*innen
3.) ein aktuelles Passfoto
4.) die Bestätigung über die eingezahlte Anmeldegebühr in Höhe von 40,- Euro

Die Anmeldegebühr beträgt 40,- Euro (exklusive Bankspesen). Auf der Überweisung muss der vollständige Name der Teilnehmer*in angegeben sein. Im Falle eines Rücktritts der Teilnehmer*in kann die Gebühr nicht rückerstattet werden. Die oben genannten Unterlagen werden nicht zurückgegeben.

Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten sind von den Teilnehmer*innen selbst zu übernehmen. In begründeten Einzelfällen kann die Carl Bechstein Stiftung nach individuellem Antrag vor dem Wettbewerb Reise- und Übernachtungskosten übernehmen.

Mit der Anmeldung erklären sich die Teilnehmer*innen mit den Bedingungen des Wettbewerbs einschließlich der Bedingungen des Wettbewerbsablaufs einverstanden.

Es wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Sollten sich mehr Teilnehmer zum Wettbewerb anmelden, als aus Kapazitätsgründen zugelassen werden können, behält sich die Carl Bechstein Stiftung eine Vorauswahl der Kandidat*innen vor. Diese Vorauswahl ist nicht anfechtbar. Wir werden bei Nicht-Zulassung auf dem ersten Wege die Bewerberin/ den Bewerber auf die Warteliste setzen. Sollte dies nicht gewünscht sein, wird die Anmeldegebühr zeitnah erstattet.

Bitte beachten

Ab und zu gehen bei der Post Briefe verloren. Wir bestätigen in der Regel innerhalb weniger Tage den Erhalt der Anmeldeunterlagen. Sollten Bewerber trotz vollständig eingereichter Unterlagen bis 14 Tage nach dem Verschicken keine Eingangsbestätigung erhalten haben, bitten wir um kurze Nachfrage. 

Preise

AG I (bis 10 Jahre)
1. Preis (300  Euro): Adriana Vasilski (Bayern)
2. Preis (200 Euro): Frieda Magdalene Hollmer (Nordrhein-Westfalen)
2. Preis (200 Euro): Eva Hummler (Baden-Württemberg)
3. Preis (100  Euro): Luise Bold (Rheinland-Pfalz)

Sonderpreis Zeitgenössische Musik (300 Euro): Eva Caroline Lietz (Berlin) für Lera Auerbach: 24 Präludien für Klavier solo

Bärenreiter Sonderpreise (50 Euro): Riu-Nefr Akimoto (Hessen), Xunliang Fan (Sachsen-Anhalt), Jonathan Ortlieb (Hessen), Arina Sheletovskaya (Nordrhein-Westfalen), Sofia Topaler (Nordrhein-Westfalen)

AG II (11 bis 13 Jahre)
1. Preis (500 Euro): Linda Yuan (Baden-Württemberg)
2. Preis (400 Euro): Celina Hoeferlin (Rheinland-Pfalz)
3. Preis (300 Euro): Kolja Hoelscher (Baden-Württemberg)
3. Preis (300 Euro): Eren M. Parmakerli (Rheinland-Pfalz)

Sonderpreis Zeitgenössische Musik (300 Euro): Lea Marie Terziyska (Nordrhein-Westfalen) für Hieromi Uehara „The Tom and Jerry Show“

Chopin Sonderpreis (300 Euro): Elsa-Johanna Staemmler (Thüringen)
Debussy Sonderpreis (300 Euro): Valeria Gonzalez Gerwig (Nordrhein-Westfalen)

Bärenreiter Sonderpreise (50 Euro): Helena Belgardt (Baden-Württemberg), Kirill Galstyan (Berlin), Talia Jadanovski (Hessen), Anna Klatt (Schleswig Holstein), Marten Haowei Li (Berlin), Fumiya Markus Matsushita (Baden-Württemberg), Alexander Münkel (Baden-Württemberg), Sophia Schuster (Nordrhein-Westfalen), Mariia Shevchenko (Sachsen)

AG III (14 bis 15 Jahre)
1. Preis (600 Euro): Alejandro Gonzalez Gerwig (Nordrhein-Westfalen)
2. Preis (500 Euro): Adele Marie Schäfer (Sachsen)
3. Preis (400 Euro): Eileen Tolsdorf (Hessen)

Debussy Sonderpreis (300 Euro): Raffael Siegmund Christ
Messiaen Sonderpreis (300 Euro): Lisa Nefedov (Berlin)
Sancan Sonderpreis (300 Euro): Junyu Tie (Berlin)

Bärenreiter Sonderpreis (100 Euro): Tianrun Jin (Niedersachsen)

AG IV (16 bis 17 Jahre)
1. Preis (700 Euro): Helena Lüft (Bayern)
1. Preis (700 Euro): Andreas Salaru (Rheinland-Pfalz)
2. Preis (600 Euro): Toby Olias Brechler (Mecklenburg-Vorpommern)
3. Preis (500 Euro): Olivia Bergmann (Bayern)

Sonderpreis Zeitgenössische Musik (300 Euro): Louisa Emilia Beatrice Schneider (Bayern) für Toshio Hosokawa „Mai, uralte japanische Tanzmusik“

Sonderpreis Feuerwerk-Akademie: Helena Lüft (Bayern)

Sonderpreis Konzert der Freunde und Förderer Schloss Britz: Helena Lüft (Bayern) und Andreas Salaru (Rheinland-Pfalz)

Bärenreiter Sonderpreis (100 Euro): Antonius Hall (Baden-Württemberg), Sissy Yang (Bayern)


Sonderpreis Zeitgenössische Komposition

In diesem Jahr wird je Altersgruppe ein Sonderpreis à 300 Euro für die beste Interpretation eines selbst gewählten zeitgenössischen Werkes, komponiert nach 1970, ausgelobt.


Sonderpreis Feuerwerk Akademie

Die Feuerwerk Akademie Einbeck vergibt ein Stipendium für ihren mehrtägigen internationalen Meisterkurs bestehend aus Unterricht, Übung, Vorlesungen, Aufnahmen und Konzerten (25. März bis 2. April 2023).


Sonderpreis der Freunde und Förderer Schloss Britz

Die Freunde und Förderer Schloss Britz finanzieren ein Konzert mit zwei PreisträgerInnen am 18. Dezember 2022, 15 Uhr, im Kulturstall von Schloss Britz mit einer Gage von je 300 Euro. Ausgelobt ist der Preis für die Altersgruppe 4.


Bärenreiter-Sonderpreise

Der Bärenreiter-Verlag unterstützt erneut den Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche mit der Stiftung von „Bärenreiter Urtext-Preisen“ in Form von Notengutscheinen im Gesamtwert von 1.000 Euro.

Jury

Zusammensetzung der Jury
Die Jury besteht aus aktiven PianistInnen und KlavierpädagogInnen, die sich u.a. besonders um die Förderung von jungen Musikern verdient gemacht haben.

Bewertungskriterien
Bewertungsgrundlage ist ausschließlich die Darbietung während des Wertungsspieles. Wesentliche Kriterien für die Beurteilung in der Wertung Klassik sind: Künstlerische Gestaltung, Tonqualität, Spieltechnik, Texttreue und das stilistische Verständnis. Auswendigspiel wird nicht besonders bewertet.

Die Jury ist nicht verpflichtet alle Preise zu vergeben. Die Entscheidungen der Jury sind unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zur Jury zählen

Die französische Pianistin Kim Barbier absolvierte am Konservatorium in Paris ihr Diplom und ihr Konzertexamen bei Pierre-Laurent Aimard und studierte sie bei Maria Curcio in London. Kim Barbier zeichnet sich als vielseitige Künstlerin aus, die sich in Klavierkonzerten wie in der Kammermusik gleichermaßen zu Hause fühlt. Als Solistin konzertierte sie in den großen Konzertsälen der Welt, wie z.B. der Philharmonie Berlin, dem Konzerthaus Berlin, dem Auditorium Parco della Musica in Rom, und der Beijing Concert Hall mit Orchestern wie dem Zagreb Radio Orchestra, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Estonian National Orchestra, dem China National Symphony Orchestra, dem Orchestre Philharmonique de Nice, den Berliner Symphonikern und dem Neuen Kammerorchester Potsdam. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Sol Gabetta, Emmanuel Pahud, Antoine Tamestit, Guy Braunstein, David Geringas, Sharon Kam und das Berliner Piano Quartet. Mit letzterem hat sie zwei CDs für RCA/Sony aufgenommen; außerdem veröffentlichte sie eine Solo CD. 2022 erschien das Debüt-Album mit dem neu gegründeten MASSA-TRIO um den Bandoneonisten und Komponisten Omar Massa und dem Geiger Markus Däunert sowie ihr neues Solo Album „Ballade“.


Wei Chen wurde im Jahr 1987 in Taipei, Taiwan geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von sieben Jahren. Im Jahr 1999 wurde er als Jungstudent an der staatlichen Hochschule für Musik aufgenommen und studierte bei Prof. Andreas Immer und Prof. Vitali Berzon. Sein Diplom-Studiengang „Künstlerische Ausbildung“ und Master-Studiengang „Master of Soloist“ schloss er an der Universität der Künste Berlin bei Prof. Sorin Enachescu ab. Er konzertierte in den wichtigen Konzerthallen wie der National Music Hall in Taipei, der Town Hall in New York oder der Laeisz-Halle in Hamburg. Auch in den Bereichen Kammermusik und Neue Musik ist er sehr aktiv und tritt u. a. mit der Pianistin Pi-Hsien Chen, mit dem Konzertmeister von Hong-Kong Philharmonie Leung Kinfung und Cellisten Richard Bamping auf. Als Solist trat er mit renomierten Orchestren wie u. A. National Symphony Orchestra of Taiwan und Bochumer Symphoniker auf.  Seit 2015 ist Wei Chen an der Musikschule Paul Hindemith Neukölln als Klavierlehrer und Korrepetitor tätig. Seit 2018 leitet er dort die Fachgruppe für Tasteninstrumente.


Lucas Blondeel, 1981 in Brüssel geboren, begann mit vier Jahren auf einem Hammerflügel des frühen 19. Jahrhunderts zu spielen, das im Antiquitätengeschäft seiner Eltern zum Verkauf aufgestellt war. Der Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes studierte bei Professor Klaus Hellwig an der Universität der Künste Berlin. Zur Verbesserung seiner Interpretation von klassischen Komponisten studierte er jahrelang intensiv Hammerflügel bei Spezialisten wie Jos Van Immerseel, Bart Van Oort und Malcolm Bilson. Er ist Preisträger Internationaler Wettbewerbe in Antwerpen, Genf, Zürich, Berlin und Cincinatti und konzertiert auf verschiedenen Bühnen in ganz Europa, den Vereinigten Staaten, China, Singapur und Japan. Verschiedene CD-, Fernseh- und Rundfunkaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Vielseitigkeit. Er hat Rundfunkaufnahmen bei zahlreichen deutschen und ausländischen Rundfunk- und Fernsehstationen eingespielt. Seit 2012 leitet er eine Hauptfachklasse Klavier an der Akademie für Tonkunst Darmstadt und gibt regelmäßig Meisterkurse in Deutschland, Belgien, Ungarn und China. Im April 2018 folgte er dem Ruf als Professor für Klavier an die Universität der Künste Berlin.


Ewa Kupiec studierte an der Warschauer Chopin-Akademie Kattowitz sowie der Londoner Royal Academy of Music und gewann 1992 den ARD-Musikwettbewerb (Kategorie Duo Klavier/Cello). Ihre Engagements führten sie zu den wichtigsten Festivals Europas. Sie konzertierte u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Sao Palo Symphony Orchestra, dem City of Birmingham Symphony, dem Royal Stockholm Philharmonic, Royal Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester, dem Orchestre de Paris und arbeitete mit Dirigenten wie Neeme Järvi, Ingo Metzmacher, Semyon Bychkov, Herbert Blomstedt, Krzysztof Penderecki, Lothar Zagrosek, Christoph Poppen, Andrey Boreyko u.a. Zahlreiche CD-Einspielungen, besonders auch mit zeitgenössischer Musik, wurden von der Presse gelobt. Seit Herbst 2011 hat Ewa Kupiec eine Professur für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover inne. Im Juli 2018 wurde sie als Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste gewählt. Ewa Kupiec gibt Meisterkurse in Europa und wirkte als Jurorin in Wettbewerben mit wie zum Beispiel: ARD/ München, Sydney/Australia, Busoni/Italy, Beethoven/Bonn-Germany and Maj Lind/Finland.


Mikhail Mordvinov wurde gleich durch zwei überragende Wettbewerbserfolge bekannt: Er war sowohl Sieger des Robert-Schumann-Wettbewerbs Zwickau 1996 als auch des Franz-Schubert-Wettbewerbs Dortmund 1997. Ab dem 7. Lebensjahr besuchte er die Klavierklasse an der Moskauer Gnessin-Musikschule. Es folgte ein Studium an der Russischen Gnessin-Akademie für Musik, wo er 1996/97 als „Bester Student des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Er belegte ein Aufbaustudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Prof. Bernd Goetzke. Mikhail Mordvinov ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe und gewann u. a. den Ersten Preis des XII. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerbes in Zwickau (1996), den Ersten und den Sonderpreis des VI. Internationalen Schubert- Wettbewerbs in Dortmund (1997), den Ersten und den Sonderpreis des XII. Internationalen Wettbewerb in Andorra (2006). Sein intensives Konzertleben führt ihn weltweit zu zahlreichen Konzertauftritten als Solopianist und Kammermusiker, zur Teilnahme an bedeutenden Festspielen und zu renommierten Rundfunk- und CD-Produktionen. Mikhail Mordvinov lebt seit vielen Jahren in Berlin und ist Dozent an der Hochschule für Musik Hanns Eisler.


Der Schweizer Pianist Adrian Oetiker studierte er in der Meisterklasse von Homero Francesch an der Zürcher Hochschule der Künste und bei Bella Davidovich an der Juilliard School in New York. Auch Lazar Berman zählte zu seinen Lehrern. Schon früh erhielt er verschiedene nationale Preise und Stipendien, und bald folgten Erfolge an internationalen Wettbewerben (Köln, Clara Haskil, Dublin u. a.). 1994 wurde ihm für die Gründung des Kammermusikfestivals St. Gallen der Kulturförderungspreis seiner Heimatstadt verliehen. 1995 gewann er den internationalen Klavierwettbewerb der ARD in München. Seine Konzerte in Europa, Amerika und Australien brachten ihn zusammen mit vielen Orchestern, darunter das Tonhalle-Orchester Zürich, das Melbourne Symphony Orchestra, das Symphonie-Orchester des Bayrischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden u.a. Dabei spielte er in bekannten Sälen wie der Berliner Philharmonie, im Gewandhaus Leipzig, im Festspielhaus Salzburg, im KKL und im Teatro «La Fenice». Adrian Oetiker ist künstlerischer Leiter der traditionsreichen Internationalen Sommerakademie Ettal und seit 1996 Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Basel. 2011 folgte er einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München.

Öffentlichkeit

Wertungsspiele

Alle Wertungsspiele werden öffentlich ausgetragen, der Eintritt ist frei.

Preisträgerkonzert

Für das Preisträgerkonzert am 30. Oktober 2022 wird ein Eintritt von 15 Euro/ erm. 10 Euro erhoben. Tickets erhalten Sie am selben Tag an der Tageskasse im Kulturstall von Schloss Britz. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die im Konzert auftreten, erhalten für enge Angehörige bis zu zwei Karten zum freien Eintritt.

Bitte beachten

Der Veranstalter des Wettbewerbs ist berechtigt, alle Veranstaltungen im Rahmen des Wettbewerbs akustisch und optisch aufzuzeichnen und zur öffentlichen Dokumentation des Wettbewerbs wie zur Pressearbeit für den Wettbewerb zu verwenden. Der Veranstalter behält sich insbesondere das Recht vor, Rundfunk- und Fernsehanstalten die Übertragung, die Aufzeichnung und Sendung aller Wettbewerbsveranstaltungen zu genehmigen. Für die Wettbewerbsteilnehmer*innen entstehen hieraus keine Vergütungsansprüche.

Partner

Kulturstiftung Schloss Britz

Die Kulturstiftung Schloss Britz ist Mitveranstalter des Carl Bechstein Klavierwettbewerbs für Kinder und Jugendliche, stellt den Kulturstall von Schloss Britz für den Wettbewerb zur Verfügung und unterstützt den Wettbewerb auch im Bereich der Organisation.

Die Kulturstiftung Schloss Britz gewährleistet seit 1989 das umfangreiche kulturelle Angebot im Schloss Britz, das von Ausstellungen über Lesungen bis zu Konzerten reicht. Schloss Britz ist ein kulturelles Kleinod im Berliner Bezirk Neukölln. Das prächtige Gutshaus im Berliner Bezirk Neukölln wurde 1706 an der Stelle eines mittelalterlichen Fachwerkhauses erbaut. Im 18. Jahrhundert war das Herrenhaus im Besitz hochrangiger preußischer Hofbeamter und Staatsminister. 1971 wurde Schloss Britz unter Denkmalschutz gestellt. Der Berliner Bezirk Neukölln restaurierte das Schloss und rekonstruierte die dazugehörige Parkanlage von 1985 bis 1988. Der nach vierjähriger Umbauzeit 2011 neu eröffnete „Kulturstall“ von Schloss Britz (der ehemalige Kuhstall) bietet rund 280 Sitzplätze und verfügt über eine große Bühne, die Orchesterauftritte und Opernvorstellungen möglich macht, aber auch dem Carl Bechstein Klavierwettbewerb eine ideale Räumlichkeit bieten wird.

Musikschule Paul Hindemith

Die Musikschule Paul-Hindemith-Neukölln ist im ehemaligen Gutsverwalterhaus von Schloss Britz untergebracht und wird den Teilnehmern des Carl Bechstein Klavierwettbewerb Einspielräume zur Verfügung stellen.

Die Musikschule Paul Hindemith Neukölln wurde 1927 gegründet und gehört zu den drei ältesten staatlichen Musikschulen in Deutschland. Hohe pädagogische und künstlerische Qualität, ein breites Unterrichtsangebot und eine starke soziale und interkulturelle Ausrichtung prägen das Bild der Musikschule. Zurzeit unterrichten etwa 200 fast ausschließlich freiberufliche Lehrkräfte insgesamt über 4.000 Schülerinnen und Schüler. Das Angebot der Musikschule umfasst über 60 instrumentale/vokale Lehrfächer/Genres im Einzel- und Gruppenunterricht bzw. im Kurs- oder Ensembleunterricht. Zu den Besonderheiten der Musikschule gehören Spezialausbildungen als Vorbereitung auf ein Musikstudium für alle vokalen und instrumentalen Hauptfächer, Musical und Musiktheater sowie Tontechnik und Komposition.

Bärenreiter Verlag

Das Programm des traditionsreichen klassischen Musikverlags Bärenreiter (gegründet 1923) mit Hauptsitz in Kassel umfasst eine Vielzahl an wissenschaftlich fundierten Partituren, Notenbüchern, Klavierauszügen, Chorwerken (Urtextausgaben) und Büchern. Dazu wurden Gesamtausgaben mit den Werken von großen Komponisten wie Bach, Händel, Mozart & Schubert als Urtext veröffentlicht.

Zu den zahlreichen Büchern aus dem Bärenreiter Verlag gehören neben Musiklexika, Lehrmaterial über Musiktheorie und Aufführungspraxis die Musikenzyklopädie MGG (Die Musik in Geschichte und Gegenwart). Das Werk umfasst 29 Bände und einen Supplementband und gilt als Standardlexikon der Musikwissenschaft.

Feuerwerk Einbeck – International Piano Academy

Jedes Jahr seit 2017 besuchen elf Ausnahmetalente die Klavierstadt Einbeck, um intensiv ihre jeweils individuellen künstlerischen Persönlichkeiten durch Unterricht, Übung, Vorlesungen, Aufnahmen und Konzerte zu bereichern. Die FEUERWERK-PianistInnen erarbeiten in Einbeck ein breites Repertoire, das aus leidenschaftsvollen, virtuosen und festlichen Werken besteht. Die Ergebnisse der arbeitsreichen Woche können dann in mindestens vier FEUERWERK-Konzerten erlebt werden. Die Akademie-Konzerte werden in verschiedenen Städten Niedersachsens präsentiert.

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