Es war ein wunderbarer Abend: Andrian Boelcke, Valeria González Gerwig, Dorothea Hanebuth und Pauline Heinrich gestalteten das jährliche Stipendiatenkonzert der Carl Bechstein Stiftung und begeisterten das Publikum im gute besuchten Carl Bechstein Saal in Berlin. Das Programm des Konzertes war weit gesteckt: Andrian Boelcke, gerade von Professor Markus Groh am Julius Stern Institut in Berlin als Jungstudent angenommen, eröffnete mit Präludium und Fuge in dis-Moll aus Bachs Wohltemperierten Klavier, bevor er kontrastreich Beethovens „Les Adieux“ meisterte. Valeria González Gerwig, die als Jungstudentin bei Fabio Bidini in Köln studiert, sang Mozarts D-Dur-Sonate KV 76 aus und zauberte bei Debussys „Estampes“ wunderschöne Farben aus dem C. Bechstein Konzertflügel. Pauline Heinrich, die von Polina Jakovlevain in der studienvorbereitenden Klasse der Stuttgarter Musikschule unterrichtet wird, interpretierte höchst konzentriert wie ausdrucksvoll Prokofjews zweite Sonate. Und Dorothea Hanebuth, die mittlerweile von Professor Adrian Oetiker an der Münchner Musikhochschule betreut wird, setzte einen glänzenden Schlusspunkt mit Werken von Haydn, Bartók und Rachmaninow.
Vor dem Konzert führte Professor Lucas Blondeel wieder höchst fachkundig durch die Sammlung historischer Tasteninstrumente der Carl Bechstein Stiftung.
Drei Jahre lang sind die Jugend-musiziert-Bundespreisträger nun von der Carl Bechstein Stiftung gefördert worden. In dieser Zeit sind sie musikalisch und menschlich gewachsen und haben sich untereinander angefreundet. Letzteres war besonders bei der ausgelassenen Stimmung nach dem Konzert zu erleben. Turnusgemäß vergibt die Carl Bechstein Stiftung in diesem Jahr beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ vier neue Stipendien. Insofern war das Stipendiatenkonzert auch ein Abschlusskonzert. Es wird bei uns noch lange nachklingen.








